Bessere Waschbeständigkeit

Foto: Operierender Arzt

Bessere Waschbeständigkeit von
OP-Textilien schont die Umwelt;
© Hohenstein Institute

Bei OP-Textilien aus Polyester-Mikrofilamentgewebe im Mehrweg-Einsatz wird die zum Schutz von Patient und Arzt notwendige Barriere gegenüber Keimen üblicherweise durch Wasser und Öl abweisende Fluorcarbonharz-Ausrüstungen erreicht.

Bei der gewerblichen Wiederaufbereitung wird die Funktion dieser wasserabweisenden Ausrüstung allerdings auch bei ausreichender Fixierung oft stark beeinträchtigt: In erster Linie sind Tensid- und weitere Chemikalienrückstände auf dem textilen Material für das Nachlassen der Barrierewirkung verantwortlich. Vier bis fünf Nachrüstungen mit Fluorcarbonharzen sind im Lebenszyklus des Textils deshalb notwendig.

Wissenschaftlern des Kompetenzzentrums Wäscherei an den Hohenstein Instituten gelang es, die Waschbeständigkeit von wasserabweisenden Ausrüstungen bei OP-Textilien zu verbessern. Dazu wurde eine Niederdruck-Plasmaanlage mit veränderter horizontaler Drehtrommel verwendet.

Zusätzlich wurden bei fertiger Ware die oberflächig anhaftenden Verunreinigungen von benutzten OP-Textilien teilweise inaktiviert und damit die Funktionsfähigkeit der wasserabweisenden Ausrüstung wieder verbessert. Folge: Die Einsatzmenge von Fluorcarbonharzen nach einer solchen Behandlung kann auf die Hälfte reduziert werden. Ökonomische und ökologische Vorteile für die gewerblichen Wäschereien können so realisiert werden.

MEDICA.de; Quelle: Hohenstein Institute