Bessere Wundheilung und weniger Amputationen bei Raucherbein

Foto: Hand mit Zigarette auf Knie

Stammzellen können in der Therapie
Amputationen bei Rauchern verhin-
dern;© panthermedia.net/
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Das zeigt eine aktuelle Studie eines Forscherteams aus Berlin, Karlsbad und Trier, die auf der 77. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung (DGK) präsentiert wurden.

Die Forscher der an vier deutschen Gefäßzentren durchgeführten Studie „BONe Marrow Outcome Trial in Critical Limb Ischemia (BONMOT-CLI)“ untersuchten insgesamt 90 Patienten mit fortgeschrittener arterieller Verschlusskrankheit, bei der eine Öffnung der verschlossenen Gefäße (Revaskulisierung) nicht möglich ist. Der Hälfte der Studienteilnehmer werden konzentrierte autologe Knochenmarkstammzellen in das von CLI betroffene Bein injiziert, die andere Gruppe erhält eine Placebotherapie.

Nach Auswertung der Daten der Hälfte der Studienteilnehmer (47 Patienten) zeigt sich jetzt ein Nutzen der Stammzelltherapie: In der mit Stammzellen behandelten Patientengruppe musste bei zwölf Prozent eine Amputation oberhalb des Knöchels vorgenommen werden, in der Placebogruppe bei 24 Prozent. Schlecht heilende Wunden sind ein typisches und besonders schwer kontrollierbares pAVK-Problem. In der Stammzellen-Gruppe nahm die Wundgröße um 27 Prozent ab, in der Plazebogruppe mit konventioneller Wundversorgung hingegen um 32 Prozent zu.


MEDICA.de; Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.