Besserung durch Psychologische Behandlung

Rückenschmerzen reagieren
scheinbar auf psychologische
Behandlungen; © Hemera

„Da diese Meta-Analyse sowohl breiter gefächert als auch konservativer war als vorherige Analysen, haben wir bis dato den besten Beweis, dass diese Behandlungen hilfreich sind“, sagt der Psychologe Dr. Robert Kerns vom Veterans Affairs Connecticut Healthcare System (Gesundheitsabteilung des Ministeriums für Veteranenangelegenheiten in Connecticut).

Um die Wirkung von psychologischen Behandlungen auf schmerzbezogene Resultate auszuwerten, sammelte Kerns mit seinem Team die Daten von 22 randomisierten Studien, die zwischen 1982 und 2003 publiziert worden waren. Die Untersuchungen beschränkten sich nicht auf eine psychologische Methode. In der Übersicht eingeschlossen waren Verhaltenstherapien, Hypnose, Biofeedback, Entspannungstechniken und begleitende Beratung.

In der am weitesten gefassten Analyse waren psychologische Behandlungen, egal ob sie alleine oder als Teil eines fachübergreifenden Ansatzes eingesetzt worden waren, den Standardbehandlungen und Kontrollgruppen überlegen und zwar in der gesamten Spannweite der schmerzbezogenen Resultate. Als die Wissenschaftler sich einzelne Ergebnisse ansahen, stellten sie fest, dass der größte und beständigste Effekt eine Verringerung der Schmerzintensität war.

Das war durchaus eine Überraschung, sagte Kerns, denn als Psychologen vor einigen Jahrzehnten anfingen, Behandlungen für chronische Schmerzen zu entwickeln, war das Ziel nicht die Schmerzen zu verringern, sondern den Patienten zu helfen, erfolgreicher mit ihren Schmerzen zu leben. „Aber immer mehr Erkenntnisse weisen darauf hin, dass diese Behandlungen tatsächlich eine Wirkung darauf haben, wie Menschen ihren Schmerz wahrnehmen“, sagte er.

Die Meta-Analyse zeigte, dass psychologische Behandlungen auch eine Verbesserung in den folgenden Bereichen nach sich zog: gesundheitsbezogene Lebensqualität, berufliche Invalidität, Beeinträchtigung des täglichen Lebens durch den Schmerz und Depressionen.

MEDICA.de; Source: Center for the Advancement of Health