Dies zeigt eine Studie der Arbeitsgruppe um Dr. Roderich Schwarz vom „Cancer Institute of New Jersey“ in New Brunswick, USA, die jetzt beim 2007 Gastrointestinal Cancers Symposium (GCS) der „American Society of Clinical Oncology (ASCO)“ vorgestellt wurde. Schwarz konnte auf die Daten von 46.065 Patienten zurück greifen, die in der „National Cancer Institute's Surveillance Epidemiology and End Results (SEER)“-Datenbank verzeichnet waren.

Nachdem man verschiedene Faktoren wie Alter, Geschlecht und anderes herausgerechnet hatte, zeigte sich ein klarer Überlebensvorteil für die Lebertransplantation beim hepatozellulären Karzinom: 67 Prozent der Patienten nach einer Lebertransplantation überlebten fünf Jahre. Nach einer Resektion sind es nur 38 Prozent und 19 Prozent nach einer Ablation. Es gab auch Patienten, die gar nicht behandelt wurden. Von ihnen überlebten nur drei Prozent die fünf Jahre nach der Diagnose.

Allerdings weist der Studienleiter Schwarz darauf hin, dass wichtige Faktoren nicht mit eingerechnet werden konnten, da die SEER-Datenbank darüber keine Auskunft gab. So fehlten Daten zum Allgemeinzustand der Patienten oder zu Zirrhose beziehungsweise Hepatitis. Dies ist aber wichtig, da solche Daten sowohl die Behandlung wie auch die Überlebenschancen beeinflussen. Tatsächlich ist es so, dass jene Patienten, die man für eine Transplantation beziehungsweise Resektion vorschlägt, meist in einem besseren Gesundheitszustand sind. Ein Teil des Überlebensvorteils dieser beiden Therapieoptionen könnte also auf die bessere Gesundheit dieser Patienten zurückzuführen sein.

Dennoch sollte man die chirurgischen Techniken der Resektion und Ablation weiter entwickeln, so der Studienleiter, da viele Patienten mit einem hepatozellulären Karzinom so krank sind, dass sie weder für eine Transplantation noch für eine Resektion in Frage kommen.


MEDICA.de; Quelle: 2007 Gastrointestinal Cancers Symposium (GCS) Abstract 105