Bestrahlung der Brust verbessert Überlebensrate

Wenn die Brust erhalten bleibt,
sollte bestrahlt werden
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Das haben neue Studien ergeben. Alle fünf Jahre wertet eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern die "Early Breast Cancer Study Collaborative Group" in sogenannten Metaanalysen die Ergebnisse von Therapiestudien bei Brustkrebs systematisch aus. In der neuesten Analyse hatten die Wissenschaftler untersucht, in welchem Ausmaß eine Strahlentherapie das erneute Tumorwachstum in der Brust ("Lokalrezidiv") und das Überleben bei Brustkrebs insgesamt beeinflussen kann.

Das Ergebnis dieser Studien zeigt, dass eine Bestrahlung nach brusterhaltender Therapie das Risiko für ein Lokalrezidiv um 70 Prozent vermindert, unabhängig davon, wie alt die Patientin ist, oder ob sie eine zusätzliche medikamentöse Behandlung bekommt.

7.300 Patientinnen waren brusterhaltend operiert und anschließend nach dem Zufallsprinzip in eine bestrahlte und eine nicht bestrahlte Gruppe unterteilt worden. Waren die Lymphknoten der Frauen bereits von Tumorzellen befallen, begann die Geschwulst in der Brust bei 46.5 Prozent erneut zu wachsen, wenn keine Nachbestrahlung erfolgte. In der Gruppe der bestrahlten Frauen trat hingegen nur bei 13 Prozent ein Lokalrezidiv auf. Auch die Langzeit-Überlebensraten - bis zu 15 Jahre - werden durch eine Strahlentherapie um 8.2 Prozent verbessert.

Frauen, deren Lymphknoten tumorfrei sind, profitieren ebenfalls von einer Strahlen-behandlung: Die Lokalrezidivrate beträgt dann zehn Prozent, während fast ein Drittel (30 Prozent) der Frauen in der unbestrahlten Gruppe einen Rückfall erleiden. Entsprechend unterschiedlich sind die Überlebensraten nach 15 Jahren: Von den bestrahlten Frauen leben nach 15 Jahren fünf Prozent mehr als in der Gruppe ohne Bestrahlung.

Die Forscher analysierten die Therapieergebnisse zusätzlich bei verschiedenen Untergruppen, in denen etwa Patientinnen bestimmter Altersgruppen oder Tumorgrößen zusammengefasst waren. Resultat: Jede Gruppe profitiert von einer Strahlentherapie.

MEDICA.de; Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften