Das haben Wissenschaftler des „George Washington University Hospital and the Veterans Affairs (VA) Medical Center” in Washington, USA, herausgefunden und die Ergebnisse ihrer Untersuchung jetzt beim Kongress „ENDO 2008, the Endocrine Society 90th Annual Meeting“ vorgestellt.

US-amerikanische Männer werden immer schwerer und unbeweglicher. Damit steigt auch das Risiko eines Diabetes mellitus. Lohnt es sich dann überhaupt noch, Sport zu treiben, selbst wenn die Diagnose schon gestellt ist? Unbedingt, behaupten die amerikanischen Wissenschaftler.

2.690 Männer mit einem Diabetes mellitus Typ 2 beweisen dies. Nach ihrem Body Mass Index (BMI) wurden sie als normalgewichtig (BMI kleiner 25,0 kg/m2), übergewichtig (BMI zwischen 25,0 und 30,0 kg/m2) und stark übergewichtig (BMI größer als 30,0 kg/m2) eingestuft. Außerdem klassifizierte man die Männer anhand ihrer Fitness – gemessen durch entsprechende Tests – als wenig fit, durchschnittlich fit und topfit ein.

Während des Nachbeobachtungszeitraums von durchschnittlich 7,1 Jahren starben 172 normalgewichtige Männer, 334 übergewichtige und 256 stark übergewichtige Männer. Als man die Mortalität mit der Fitness der Männer verglich, zeigte sich ein klarer inverser Zusammenhang: Je fitter sich die Männer in den Fitnesstests gezeigt hatten, desto niedriger die Mortalität. Und was wichtig ist: Diese Assoziation galt für die Normal- wie für die Übergewichtigen und die stark Adipösen. Dieser Zusammenhang war sogar dann noch signifikant, als man Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen heraus rechnete.

Bisher, so die Forscher, drängten Ärzte übergewichtige Diabetespatienten in der Regel zum Abnehmen. Mindestens ebenso wichtig ist nach Ansicht der Studienleiter, diese Patienten zu mehr Bewegung zu animieren.

MEDICA.de; Quelle: ENDO 2008: The Endocrine Society 90th Annual Meeting