Kardiovaskuläre Erkrankungen sind die führende Todesursache bei Frauen in den Vereinigten Staaten von Amerika. Nicht nur die Quantität sondern vor allem auch die Qualität der Lipoproteine kann dieses Risiko beeinflussen. Je höher die LDL-Werte und je kleiner die LDL-Partikel, desto höher das kardiovskuläre Risiko bei Frauen. Früher glaubte man dieses Risiko bei postmenopausalen Frauen mit Hilfe der Hormontherapie positiv beeinflussen zu können. In letzter Zeit ist dagegen eher der Wert der körperlichen Bewegung ins Blickfeld geraten.

In der „Woman on the Move through Activity and Nutrition“-Studie hat man jetzt den Einfluss körperlicher Bewegung auf das Lipoprotein-Profil bei Frauen gemessen. 485 postmenopausale Frauen im Durchschnittsalter von 56.9 Jahren nahmen daran teil. Die Damen berichteten unter anderem über den Grad ihrer körperlichen Bewegung. Allgemeines Ergebnis: Unabhängig von einer etwaigen Hormontherapie haben Frauen, die sich mehr bewegen , ein günstigeres Lipoprotein-Profil als Frauen, die sich ungern bewegen.

Verschiedene Parameter unterschieden sich zwischen jenen Frauen, die Hormone einnahmen und den Nicht-Nutzerinnen: Bei postmenopausalen Frauen ohne Hormonersatztherapie waren die HDL- sowie LDL-Partikel durchschnittlich größer, wenn sich die Frauen überdurchschnittlich viel bewegten, als bei den bewegungsarmen Probandinnen (p gleich 0.01 beziehungsweise 0.05). Nahmen die Frauen dagegen Hormone ein, war dieser Zusammenhang nicht zu beobachten.

Die Frage, unter welchen Bedingungen Bewegung das Lipid-Profil bei postmenopausalen Frauen beeinflussen kann, gewinnt an Bedeutung, da in den vergangenen Jahren immer weniger Hormone an postmenopausale Frauen verschrieben wurden.

MEDICA.de; Quelle: Menopause 2007, Vol. 14, S. 115-122