Vermutlich gibt es einen umgekehrten Zusammenhang zwischen der körperlichen Aktivität von Kindern und deren kardiovaskulärem Risiko. Studien haben gezeigt, dass jene Kinder, deren körperliche Aktivität im Vergleich zu Gleichaltrigen in der untersten Quintile liegt ein zwei- bis dreifach höheres kardiovaskuläres Risiko haben. Der gesunde Menschenversand sagt zudem, dass Kinder, die sich viel bewegen, weniger zu Übergewicht neigen und daher eine bessere Körperform haben.

Genaueres zeigt nun eine Studie aus Irland. Dort hat man bei 224 Kindern im Alter zwischen sieben und zehn Jahren den Zusammenhang zwischen der Intensität bestimmter körperlicher Aktivitäten, der kardiorespiratorischen Fitness und der Körpergestalt untersucht.

Jungen beteiligen sich demnach doppelt so häufig wie Mädchen an intensiven körperlichen Aktivitäten wie etwa Fußballspielen oder Bäumeklettern: durchschnittlich 64.3 Minuten pro Tag versus 37.0 Minuten pro Tag (p kleiner 0.001). Bei den Jungen gab es zudem einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen der Zeit intensiver körperlicher Aktivitäten pro Tag und der Einstufung in normalgewichtig, übergewichtig und fettsüchtig. Junge Mädchen dagegen zeigten einen solchen Zusammenhang nicht.

Auch gab es – im Gegensatz zu den Mädchen – bei den Jungen einen klaren negativen Zusammenhang zwischen dem Hüftumfang und der körperlichen Aktivität (p kleiner 0.05). Ein positiver Zusammenhang dagegen ergibt sich zwischen eben jenem Hüftumfang und der Zeit, die die Jungen pro Tag sitzend verbringen (p kleiner 0.01). Auch in diesem Punkt konnte bei Mädchen keine Korrelation hergestellt werden.

Sowohl Jungen als auch Mädchen dagegen zeigen einen klaren Zusammenhang zwischen Fitness und Body Mass Index (p kleiner 0.001) beziehungsweise dem Hüftumfang (p kleiner 0.01). Die Fitness hatte man in diesem Falle gemessen, indem die Kinder einen definierten Lauftest absolvierten.

MEDICA.de; Quelle: British Journal of Sports Medicine 2007, DOI: 10.1136/bjsm.2006.032045