Bildgebende Verfahren unterstützen Dermatologen

Foto: Haut

Die konfokale Laserscanmikroskopie
und die optische Kohärenztomo-
grafie erweitern nun das diagno-
stische Spektrum der Dermatologen;
© panthermedia.net/Tomas
Anderson

Ein Vorteil gegenüber dem diagnostischen Goldstandard, der Histologie, ist, dass bei diesen beiden diagnostischen Methoden nicht-invasiv Verlaufsbeurteilungen erfolgen können und so ein Therapiemonitoring ohne invasive Probebiopsien möglich wird.

Die konfokale Laserscanmikroskopie liefert horizontale also hautoberflächen-parallele Schnittbilder mit einer fast histologischen Auflösung um 1 µm und einer Fläche von 500 µm x 500 µm; Einzelzellen und Zellkerne sind also abgrenzbar. Die einzelnen Bilder können zu Mosaiken von bis zu 8 mm x 8 mm Größe durch laterales Scannen zusammengesetzt werden. Durch Verschiebung des Fokus kann eine Eindringtiefe der dargestellten Schichtebene bis in die obere Dermis erzielt werden (max. bis etwa 250 µm).

„Die konfokale Laserscanmikroskopie kann zur Differenzierung zwischen Nävuszellnävi und malignen Melanomen sowie bei der Diagnostik von epithelialen Tumoren (Basalzellkarzinome, aktinische Keratosen, spinozelluläre Karzinome) eingesetzt werden. Dabei können die oberflächennahen Anteile eines Hauttumors ohne Operation direkt am Patienten mit fast histologischer Auflösung dargestellt werden. Besonders sinnvoll ist diese „narbenfreie Diagnostik“ wenn ein nicht-invasives Therapieverfahren eingesetzt werden soll, dessen Erfolg dann auch im Verlauf mit der konfokalen Lasermikroskopie gemonitort werden kann“, sagt Doktor Elke Sattler von der Klinik für Dermatologie und Allergologie der LMU München.

Zur diagnostischen Einordnung helfen typische Veränderungen: Beim malignen Melanom ist die Epidermis pagetoid von atypischen Melanozyten durchsetzt. Beim Basalzellkarzinom findet sich eine typische Anordnung von elongierten in polarisierten Strängen ziehenden Zellen. Durch die limitierte Eindringtiefe können aber oftmals nur die oberflächlichen Anteile des Tumors dargestellt werden. Aber auch viele entzündliche Dermatosen, wie allergische und toxische Kontaktdermatitis, Lupus erythematodes, Psoriasis, und auch Parasiten und Symbionten können gut mit der konfokalen Lasermikroskopie untersucht werden. So ist zum Beispiel nicht nur die Darstellung von Demodexmilben sehr gut möglich, sondern auch deren zahlenmäßige Bestimmung.

MEDICA.de; Quelle: Ludwig-Maximilians-Universität München