Asthma betrifft alle Altersgruppen, vor allem aber Kinder. Jedes 10. Kind gilt als Asthmapatient, wobei mehr Jungen als Mädchen betroffen sind. Im Erwachsenenalter leiden mehr Frauen als Männer unter der chronischen Erkrankung. Auslöser von Asthmabeschwerden können Infekte der oberen Luftwege, allergische Reaktionen, körperliche Anstrengungen oder auch Stress sein.

Prof. Lehrer untersuchte in der Studie 95 Asthma-Patienten, die nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Patienten der ersten Versuchsgruppe erlernten unter therapeutischer Anleitung Entspannung mit Hilfe von Herzfrequenzvariabilitäts-Biofeedback und erhielten ein Atemtraining, die zweite Versuchsgruppe erhielt nur eine Biofeedbacktherapie.

Die Patienten wurde während der Studie engmaschig kontrolliert. Auch die verabreichte Asthma-Medikation wurde regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst. Hierzu wurden die Patienten regelmäßig nach ihren Symptomen befragt, ebenso flossen die Ergebnisse der Spirometrie und einer ambulanten Peak-Flow-Messungen ein. Die Patienten protokollierten täglich ihre Asthma-Symptome und machten zwei Peak-Flow-Messungen. Der Bronchialwiderstand wurde etwa dreimal in der Woche erfasst.

In beiden Versuchsgruppen zeigten sich signifikante Verbesserungen um ein ganzes Asthma-Schwere-Stadium. Auch wurden deutlich weniger Asthma-Medikamente verschrieben beziehungsweise von den Patienten benötigt und nachgefragt. Parallel hierzu stieg die Lungenfunktionstätigkeit an, wie die Untersuchungen der Atemwegswiderstandsmessungen zeigten.

Die Studie belege, dass Herzfrequenzvariabilität - Biofeedback eine sinnvolle Ergänzung in der Asthma-Therapie darstellt und zu einer deutlichen Verringerung der Asthma-Medikation beiträgt, so Professor Lehrer.

MEDICA.de; Quelle: Deutsche Gesellschaft für Biofeedback e.V.