Bei der Vorstellung der neuen Leitlinien zur Behandlung der Migräne betonte die Fachgesellschaft, dass Vorbeugung und Prävention eine zentrale Bedeutung in der Behandlung von Migräne einnehmen. Dies gilt insbesondere für Patienten, die häufig unter Migräne leiden: Menschen, die mehr als dreimal pro Monat eine Migräneattacke aushalten müssen oder deren Attacken länger als 72 Stunden dauern oder die schlecht auf eine medikamentöse Akuttherapie ansprechen, können durch vorbeugende Maßnahmen die Häufigkeit der Schmerzanfälle deutlich senken.

Verhaltenstherapeutische Strategien wie Biofeedback seien für solche Patienten empfehlenswert. Die Wirksamkeit, betonte die DMKG sei genauso hoch wie bei einer medikamentösen Therapie. Dies könne durch verschiedene Studien belegt werden.

In der Bundesrepublik ist Migräne weit verbreitet. Experten gehen davon aus, das etwa 16 Prozent der Frauen und sechs Prozent der Männer in Deutschland unter Migräne leiden. Auch Schulkinder sind betroffen: etwa drei Prozent haben regelmäßige Migräneattacken.

MEDICA.de; Quelle: Deutsche Gesellschaft für Biofeedback e.V.