Bis zu fünf Tassen sind gut für die Gesundheit

Doch Doktor Wolfgang Feil, Biologe und Sportwissenschaftler aus Tübingen, bestätigt: „Täglich zwei bis fünf Tassen Kaffee schützen vor Krebs, Parkinson, Alzheimer und haben weitere positive Effekte für die Gesundheit.“ Nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes liegen die Menschen an Rhein und Ruhr mit einem täglichen Verbrauch von 3,4 Tassen je Kopf bundesweit auf dem 3. Rang. Nur im Saarland (3,6) und in Schleswig-Holstein (3,5) wird mehr Kaffee konsumiert.

Allerdings sollten es die Deutschen mit dem Kaffeegenuss nicht übertreiben. „Alles was über fünf Tassen hinaus geht schwächt die Knochen, weil dem Körper vermehrt Kalzium entzogen wird“, so Feil. Obwohl dies nicht wissenschaftlich belegt ist, raten Ernährungsexperten daher eher zum trendigen Café latte: Ein klein wenig Milch wirkt dann schon schützend. Außerdem mache ein verstärkter Kaffeekonsum nervös und führt zu Koffeinabhängigkeit, ergänzt Feil. „Zwar gibt es neurologisch kein Abhängigkeitsrisiko wie bei Nikotin, der Verzicht auf Koffein bewirkt aber bei vielen Menschen Kopfschmerzen oder Lethargie“, erläutert Rainer Lange, DAK-Sprecher in Nordrhein-Westfalen. Wie bei vielen Dingen des Lebens kommt es also auch hier auf ein gesundes Maß an.

Zwischen 2000 bis 2007 stieg die Menge des importierten Kaffees um ein Drittel auf rund 1,1 Millionen Tonnen Kaffee je Jahr an. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes entspricht dies statistisch gesehen 25 Pfund Kaffee je Einwohner. Laut Deutschem Kaffeeverband konsumierte jeder Bundesbürger im vergangenen Jahr durchschnittlich 150 Liter Kaffee. Demgegenüber lag der Mineral- und Heilwasserverbrauch (Verband Deutsche Mineralbrunnen) bei 131 Litern pro Kopf und der Bierverbrauch gemäß Statistischem Bundesamt im Schnitt bei 121 Litern.


MEDICA.de; Quelle: DAK