Bluthochdruck erkennen und behandeln

16.05.2014
Foto: Blutdruckmessung

Wird erhöhter Blutdruck durch regelmäßige Messungen frühzeitig erkannt, lässt er sich oft gut regulieren; © totalpics/ panthermedia.net

Unter dem Motto „Bluthochdruck – erkennen und behandeln“ wird am 17. Mai der Welt-Hypertonie-Tag begangen. Der Aktionstag rückt in den Fokus, wie wichtig die Früherkennung eines Hochdruckleidens ist.

Das Gefährliche: Bluthochdruck macht zunächst keine Beschwerden – viele Betroffene erfahren erst durch Folgeschäden, wie etwa Schlaganfall oder Augenerkrankungen, von ihrem zu hohen Blutdruck. Um gezielt gegen die Erkrankung vorzugehen, finden bundesweit aufklärende Veranstaltungen statt. Vertreter der Deutschen Hochdruckliga e.V. DHL – Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention informieren am Welt-Hypertonie-Tag 2014 über Bluthochdruck, halten Vorträge und messen ihre Werte.

Rund 20 bis 30 Millionen Bundesbürger leiden unter Bluthochdruck – und nur jeder Zweite weiß von seiner Krankheit. Nicht einmal die Hälfte aller Patienten, die davon wissen, lassen sich von ihrem Arzt behandeln. Dabei kann unbehandelter Bluthochdruck auf Dauer zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen – die Todesursache Nummer eins in Deutschland. Er wird für 54 Prozent aller Schlaganfälle sowie für 47 Prozent aller Herzkranzerkrankungen verantwortlich gemacht. Weltweit sterben jährlich über 9 Millionen aufgrund eines überhöhten Blutdrucks. Früherkennung und Behandlung von Bluthochdruck ist daher sehr wichtig. Das ist auch Thema des diesjährigen Welt-Hypertonie-Tages, der am 17. Mai in ganz Deutschland stattfindet. Informative Veranstaltungen, Blutdruckmessungs-Aktionen und Vorträge sollen die Bundesbürger für das Thema sensibilisieren.

Denn: Rechtzeitig erkannt, lässt sich zu hoher Blutdruck gut regulieren, und Folgeschäden lassen sich somit vermeiden. Oft kann bereits eine Umstellung der Lebensgewohnheiten eine Blutdrucksenkung erzielen: Salz- und cholesterinarme Ernährung, regelmäßiges Laufen oder Schwimmen gehen, bei Übergewicht Abnehmen und Nichtrauchen. Sollten diese Schritte nicht die gewünschten Zielwerte bringen, ist eine medikamentöse Behandlung erforderlich. Schon eine leichte Senkung des Blutdrucks von 5 mmHg kann Folgeschäden vorbeugen. Das Schlaganfall-Risiko lässt sich damit laut der DEGS1 Studie um bis zu 14 Prozent senken, das Herzinfarkt-Risiko um bis zu 9 Prozent.

Deshalb sollte jeder seine Blutdruckwerte kennen und regelmäßig Messungen durchführen – oder durchführen lassen, wie etwa beim Hausarzt oder in Apotheken. Bluthochdruck liegt vor, wenn Messungen in der Arztpraxis wiederholt Werte von 140/90 mmHg und mehr ergeben. Experten empfehlen, neben der ärztlichen Messung und Beratung auch in regelmäßigen Abständen zu Hause die Werte zu prüfen. Denn die Messwerte sind beim Arzt durch den „Weißkittel-Effekt“ meist höher als im gewohnten Umfeld. Am besten eignen sich dafür geprüfte Messgeräte, um korrekte Werte zu erhalten. Die Deutsche Hochdruckliga testet regelmäßig Geräte und vergibt entsprechende Prüfsiegel. Experten empfehlen, im Anschluss die Werte in einen Blutdruckpass einzutragen. Weitere Informationen zum Welt Hypertonie Tag 2014 und zum Thema Bluthochdruck finden Sie hier: http://www.hypertonietag.de/.

MEDICA.de; Quelle: Deutsche Hochdruckliga e.V.