12.09.2011

Spectaris e.V.

Brasilien: Deutscher Botschafter will Medizintechnikunternehmen unterstützen

In einer Diskussionsrunde im Rahmen des Wirtschaftstags auf der Botschafterkonferenz im Auswärtigen Amt in Berlin hat die SPECTARIS Handelshemmnisse für deutsche Medizintechnikhersteller in Brasilien mit dem deutschen Botschafter in Brasilien diskutiert.

Wilfried Grolog, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Brasilien sicherte den Unternehmen seine Unterstützung zu.

Kritisiert wurden die Hürden, die deutsche Medizintechnikunternehmen auf sich nehmen müssen. Seit Mai 2010 müssen Medizinproduktehersteller laut einer Verordnung der brasilianischen Gesundheitsbehörde ihre Produkte einer besonderen Prüfung unterziehen. „Da nicht alle Hersteller weltweit gleichzeitig überprüft werden können, kommt es zu Verzögerungen bei der Markteinführung“, konstatiert Tobias Weiler, Geschäftsführer von SPECTARIS.

Außenminister Westerwelle eröffnete den Wirtschaftstag gemeinsam mit seinem Amtskollegen Niebel aus dem Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie Doktor Peter Löscher, Vorstandsvorsitzender von Siemens. Der Außenminister bekräftigte die Relevanz der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Politik und unterstrich die Aufgabe der Auslandsvertretungen, auch wirtschaftliche Aspekte zu fördern. Ebenso verwies Niebel auf die notwendige Zusammenarbeit im Bereich der Entwicklungspolitik. Zudem sprach Westerwelle das Thema Visumserleichterungen an. Ein Thema, das von vielen Unternehmen immer noch als ein Hemmnis bei den Exportaktivitäten gesehen wird.

Als wichtigste Voraussetzungen für ein erfolgreiches Exportgeschäft benannte Löscher die Aspekte der einheitlichen Standards und Regulierungen, faire Handelsbedingungen sowie Rechtssicherheit.