Brustkrebs durch Rauchen nicht schlimmer

Foto: MRT einer Brust

Brustkrebs-Diagnose nicht unter-
schiedlich zwischen Rauchern und
Nichtrauchern;© NCI Visuals Online

Rauchen geht Hand in Hand mit einem größeren Risiko an Lungen-, Kopf- und Hals-, Speiseröhren-, Blasenkrebs und anderen Arten zu erkranken. Der Zug an der Zigarette beeinflusst auch die körperliche Reaktion auf Antikrebsbehandlungen. Aber durch Rauchen werden nicht öfter Diagnosen von bereits weiter fortgeschrittenem oder aggressiverem Brustkrebs gestellt. Das sind die Ergebnisse einer Datenanalyse aus 35 Jahren von mehr als 6.000 Patienten.

“Wir nahmen an, dass Tabakkonsum für weiter fortgeschrittenen oder aggressiverem Brustkrebs verantwortlich sein könnte, aber das scheint nicht der Fall zu sein,” sagte Dr. Matthew Abramowitz, ein Arzt im Praktikum in der Strahlenonkologie des Fox Chase Cancer Centers. “Es gibt keine guten Nachrichten in Bezug auf das Rauchen, aber da zirka zehn Prozent unserer Patienten Raucher sind, erleichtert uns diese Ergebnisse bis zu einem gewissen Grad. Eine Frage bleibt allerdings noch offen: Hat Rauchen einen Einfluss auf die Überlebensrate dieser Patienten?”

Abramowitz und seine Kollegen untersuchten die medizinischen Unterlagen von 6.162 Brustkrebspatienten zwischen 1970 und 2006 als diese am Fox Chase Center in Philadelphia ihre Erstdiagnose erhielten. Die Eigenschaften der Patienten wurden prospektiv durch Arztinterviews und Fragebögen gesammelt. Neun Prozent dieser Patienten waren Raucher zum Zeitpunkt der ersten ärztlichen Beratung.

“Es gab keine statistisch signifikante Korrelation zwischen Rauchen und Stadium der Krankheit oder Aggressivität des Tumors", so Abramowitz. “Die verbleibende Frage ist, ob Rauchen einen Einfluss darauf hat, wie lange diese Frauen leben. Mit anderen Worten: Beeinflusst Rauchen das Verhalten des Tumors, die Behandlung, um den Krebs zu besiegen oder Erholung von der Therapie?”

MEDICA.de; Quelle: Fox Chase Cancer Center