"In Anerkennung der um Volk und Staat erworbenen besonderen Verdienste" hat Bundespräsident Professor Dr. Horst Köhler dem Direktor der Orthopädie II, der Universitätsklinik Heidelberg Professor Dr. Hans Jürgen Gerner, das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Der Vorschlag für diese Ehrung stammt vom Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg, Günther H. Oettinger. Dieser hatte seinen Antrag an den Bundespräsidenten damit begründet, dass sich Professor Gerner in vielfältiger Weise für die Mitbürgerinnen und Mitbürger eingesetzt und sich um das Gemeinwohl verdient gemacht habe. Das Bundesverdienstkreuz solle, so Oettinger, "den Dank des Staates für das herausragende Engagement von Professor Gerner zum Ausdruck bringen."

In seinem Gratulationsschreiben an Professor Gerner schreibt der Ministerpräsident unter anderem: "Ihre herausragenden Leistungen für das Gemeinwesen haben damit die verdiente öffentliche Anerkennung gefunden. Zu dieser hohen Auszeichnung möchte ich Sie herzlich beglückwünschen. Gleichzeitig danke ich Ihnen für Ihre großartigen Verdienste für unser Land und seine Menschen."

Professor Gerner leitet seit 1995 das Heidelberger Zentrum für Querschnittlähmung, in dem Maßstäbe für die Behandlung und Rehabilitation querschnittgelähmter Patienten in Deutschland gesetzt worden sind. Seit Eröffnung des Querschnittzentrums 1966 wurden hier mehr als 11.000 querschnittgelähmte Männer, Frauen und Kinder rehabilitiert. Die Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg ist die größte ihrer Art in Deutschland.

Professor Gerner gilt über die Grenzen Deutschlands hinweg als Kapazität auf dem Gebiet der Behandlung und Rehabilitation Querschnittgelähmter. Zahlreiche Verbände, Stiftungen und Organisationen, die die Behandlung der Paraplegie, also der Querschnittlähmung, vorantreiben, haben ihn als Vorstand oder in andere führende Funktionen gewählt.

MEDICA.de; Quelle: Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg