Die insgesamt 192 FRONTIERS Wissenschaftler aus zwölf führenden Forschungsinstitutionen in acht Ländern haben sich zu Clustern zusammengeschlossen, um ihr Know-How in gemeinsamen Forschungsprojekten zu bündeln.

Um die zu erwartenden Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte zu überführen, hat die von der CeNTech GmbH geleitete Arbeitsgruppe "Science-to-Industry" ihre Arbeit aufgenommen. Sie setzt sich sowohl aus Wissenschaftlern der Forschungsprojekte als auch Vertretern europäischer Großunternehmen sowie Klein- und Mittelständlern zusammen.

Um den Forschungstransfer zu beschleunigen, werden beispielsweise eine Reihe von Weiterbildungsveranstaltungen für Industriepartner angeboten und Fragen des europäischen Patentrechts diskutiert. "Kernstück der Arbeitsgruppe ist ein hochrangig besetztes Applikationskomitee, das uns helfen wird, die laufenden Forschungsprojekte hinsichtlich ihrer Marktfähigkeit zu bewerten und die Richtung zukünftiger Entwicklungen zu steuern," erläutert Frank Schröder-Oeynhausen, Geschäftsführer der CeNTech GmbH.

Die Arbeitsgruppe "Gender Issues" stellt sich währenddessen der Aufgabe, die Situation von Wissenschaftlerinnen bei den im Netzwerk aktiven Partnerinstitutionen zu verbessern und ihren Anteil zu erhöhen. "Trotz einiger Fortschritte innerhalb der europäischen Staaten ist die Forschungsgemeinschaft von einer vollständigen Anerkennung weiblicher Mitglieder noch weit entfernt", gibt Steffi Friedrichs von der Universität Cambridge und Leiterin der Gender Awareness Group zu bedenken.

Die Erkenntnisse der Arbeitsgruppe sollen innerhalb der FRONTIERS-Partner umgesetzt und an die Europäische Kommission weiterempfohlen werden.

MEDICA.de; Quelle: Center for Nanotechnology - CeNTech