"Wir brauchen ein innovationsfreundliches Klima. Wir müssen Kräfte bündeln und Stärken festigen", so lautet das Fazit der gemeinsamen Jahrestagung von GVC-VDI Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen und DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.

Vom 6. bis 8. September 2005 diskutierten in Wiesbaden rund 1.000 Chemiker, Ingenieure und Nachwuchswissenschaftler aus akademischer Forschung und Industrie aktuelle Forschungsergebnisse und Entwicklungstrends für neue und nachhaltige Technologien.

"Wenn wir mehr Innovation wollen, dann müssen wir unsere Kräfte noch stärker als bisher bündeln und fokussieren. Das betrifft die Zusammenarbeit innerhalb der nationalen und internationalen Gesellschaften ebenso wie zwischen Wissenschaft und Industrie", erklärte der Vorsitzende der DECHEMA, Dr. Alfred Oberholz, zur Eröffnung der Tagung in Wiesbaden.

"Bildung und Forschung sind die einzigen Ressourcen, die wir in Deutschland und Europa haben, um im globalen Wettbewerb zu bestehen, und wir müssen so viel besser und schneller sein, wie wir teurer sind", sagte Oberholz. An dem Lissabon-Ziel, bis zum Jahr 2010 die EU-Forschungsausgaben auf 3 % des EU-Bruttoinlandsprodukts zu steigern, müsse man unbedingt festhalten. Die FuE-Aufwendungen der europäischen Chemie sind deutlich hinter die USA und Japan zurückgefallen und lagen in den letzten Jahren nur noch bei 1,9 %.

Ernst Schwanhold, Leiter des Kompetenzzentrums Umwelt, Sicherheit und Energie bei der BASF AG sieht vor allem bei der Gentechnik neue Potentiale. Eine Trennung zwischen grün - rot - weiß sei allerdings hier nicht sinnvoll, denn Forschung und Entwicklung auf diesen Gebieten sind eng verzahnt, und ohne grüne Gentechnik werde auch die weiße Biotechnologie nicht zum Erfolg kommen, erklärte Schwanhold.

MEDICA.de; Quelle: DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.