Das zeigt eine Studie der Dartmouth Medical School, in Hanover, New Hampshire, USA, die unter dem Namen „Spine Patient Outcomes Research Trial (SPORT)” lief. An dieser multizentrischen Studie nahmen 289 Patienten aus 13 medizinischen Zentren in den USA teil. Alle litten an einer lumbalen Spinalstenose. 465 weitere Personen dienten als Kontrollgruppe.

Die Patienten waren allesamt Kandidaten für einen chirurgischen Eingriff und litten an neurogenen Claudicationsbeschwerden beziehungsweise sie hatten radikuläre Beschwerden in den Beinen über mindestens zwölf Wochen. Die Diagnose einer spinalen Stenose wurde durch bildgebende Verfahren gesichert. Zu den Therapieverfahren, die bereits vorgenommen worden waren, zählten die Physiotherapie, epidurale Injektionen, Chiropraktik und antientzündliche beziehungsweise opioide Wirkstoffe.

Randomisiert wurden die Patienten entweder operiert oder nicht. Kam es zur Operation, dann wurde standardmäßig eine posteriore Dekompressions-Laminektomie durchgeführt. Die anderen Patienten erhielten neben ihrer physikalischen Therapie lediglich ausführliche Beratung und zusätzlich bei Bedarf nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR).

Zwei Jahre nach Beginn der Studie hatten sich 67 Prozent jener Patienten, die für eine Operation vorgesehen waren, auch tatsächlich operieren lassen. Jene Patienten, die sich operieren ließen, waren drei Monate nach der Operation den Nicht-Operierten in verschiedenen Parametern deutlich überlegen, so zum Beispiel bei den Schmerzen, beim „Medical Outcomes Study 36-item Short-Form general health survey (SF-36)“ und anderen Tests. Zwei Jahre nach der Operation war dieser Vorteil noch immer signifikant im Vergleich zu den Nicht-Operierten. Bei den Letztgenannten trat durch physikalische Therapie und Übungen kaum eine Besserung ein.

MEDICA.de; Quelle: New England Journal of Medicine 2008, Vol. 358, S. 794-810