Cola senkt die Knochendichte

Cola geht auf die Knochen
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Cola kann bei Kindern und Jugendlichen die Knochendichte beeinträchtigen. Dies liegt unter anderem am Koffeingehalt und dem Fruktosesirup. Allerdings haben Studien auf diesem Gebiet unterschiedliche Ergebnisse gebracht.

Nun kommen neue Daten aus der „Framingham Osteoporosis Study“. 1.413 Frauen und 1.125 Männer nahmen daran teil. Bei allen Probanden wurden mittels spezieller Röntgentechniken die Knochendichte an den Wirbelkörpern und an drei Punkten am Oberschenkelhals gemessen. Mit Hilfe eines Fragebogens machten sich die Studienleiter ein Bild von den Ernährungsgewohnheiten der Studienteilnehmer und erhoben verschiedene Lebensstilfaktoren.

Wie sich zeigte, haben colatrinkende Frauen tatsächlich eine durchschnittlich geringere Knochendichte am Oberschenkel als Frauen, die nicht oder nur selten Cola zu sich nehmen (p kleiner 0.001). Bei Männern zeigte sich diese Zusammenhang nicht. An den Wirbelkörpern konnte man bei beiden Geschlechtern keine Unterschiede erkennen zwischen den Colatrinkern und –verächtern.

In Zahlen: Frauen mit täglichem Colakonsum haben eine Knochendichte am Oberschenkelhals, die im Durchschnitt 3,7 Prozent geringer ist als bei jenen Frauen, die höchstens einmal im Monat Cola zu sich nehmen. Übrigens zeigte sich bei „Diät-Cola“ (diet coke) dasselbe Ergebnis, etwas abgeschwächt auch bei entkoffeinierter Cola. Bei anderen kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken war jedoch kein Zusammenhang mit der Knochendichte an irgendeiner Stelle festzustellen.

Weitere Studien sollen dieses Ergebnis nun verifizieren. Grundsätzlich aber raten die Studienleiter Frauen davon ab, regelmäßig Cola zu trinken, da dies wahrscheinlich die Osteoporosegefahr erhöht.

MEDICA.de; Quelle: American Journal of Clinical Nutrition 2006, Vol. 84, S. 936-942