Stentthrombosen stellen eine ernste Komplikation der Stenttherapie dar, die zu Herzinfarkten und sogar zum Tod führen kann. Patienten, denen ein Stent eingesetzt wurde, werden oft mit Medikamenten zur Antiaggregation behandelt, um das Risiko einer Stentthrombose zu senken.

An dieser prospektiven, randomisierten Studie nahmen 1.386 Patienten in 90 Klinikzentren in Europa, Lateinamerika und Asien teil. Die beiden Studienzweige waren in den Standardcharakteristika der Patienten sehr ausgeglichen. Auch die Patientenzahlen bezüglich der Anzahl der betroffenen Arterien und des Orts der Läsionen entsprachen sich weitgehend in den beiden Gruppen.

In dieser Studie traten mit dem Cypher-Stent um 78 Prozent weniger Stentthrombosen auf als mit dem Taxus-Stent. Mehrere zentrale angiographische Messungen ergaben am Endpunkt der Studie nach acht Monaten günstigere Werte für den Cypher-Stent. Der minimale Lumendurchmesser war signifikant größer. Zugleich war der Spätverlust und der durchschnittliche Stenosedurchmesser in Prozent beim Cypher-Stent signifikant geringer.

Die Studie zeigte auch, dass der Cypher-Stent und der Taxus-Stent vergleichbar gut in die Arterien eingebracht werden können. Sie erwies weiter, dass beide Produkte in der Prävention binärer Restenosen bei Patienten mittlerer Komplexität vergleichbare Wirksamkeit entfalten. Dies stellte den primären Endpunkt der Studie dar.

Die REALITY-Studie ist eine von mehreren randomisierten, kontrollierten Studien, darunter die ISAR-DIABETES-Studie und die SIRTAX-Studie, die beide Medikamente freisetzenden Stents in unterschiedlichen Patientengruppen miteinander vergleicht. Die Resultate werden in dieser Woche im Rahmen der Jahrestagung des American College of Cardiology (ACC) veröffentlicht.

MEDICA.de; Quelle: American College of Cardiology (ACC) 2005 Annual Scientific Session