31.10.2007

ZONARE Medical Systems GmbH

DKD setzt auf Ultraschalltechnologie von Zonare

Die Deutsche Klinik für Diagnostik (DKD) in Wiesbaden wurde im Jahr 1970 eröffnet. Als Gesundheitszentrum mit qualifizierter personeller sowie moderner medizintechnischer Ausstattung und fortschrittlichen Untersuchungsmethoden findet sie überregional und international Anerkennung. Im Fachbereich Bildgebende Verfahren hat sich die Institution auf dem Gebiet der Ultraschalldiagnostik auf schwierige Fragestellungen, insbesondere auch bei schwerkranken Patienten, spezialisiert.

Dr. med. Jörg Bönhof, DEGUM-Seminarleiter Innere Medizin und klinikintern Referenz-Ultraschalluntersucher für den Bauchbereich, berichtet, dass ein universell einsetzbares Ultraschallsystem benötigt wurde, das sowohl als Standgerät als auch tragbar zu verwenden ist. „Entscheidend dabei war, dass es auch als mobile Einheit über eine hohe Abbildungsleistung verfügt. Dabei geht es hauptsächlich um die räumliche und zeitliche Auflösung sowie die Kontrastauflösung, die ausschlaggebend sind, um ein möglichst gutes Abbild der real vorhandenen Strukturen und Gebilde im Körper zu erhalten“, erläutert Dr. Bönhof.

Zone Sonography überzeugt
Als das Ultraschallsystem z.one des Anbieters ZONARE auf dem deutschen Markt vorge-stellt wurde, fiel die Entscheidung schnell, ein solches Gerät für die Klinik anzuschaffen. Das System basiert auf der neuartigen Technologie Zone Sonography, die gegenüber herkömmlichen Geräten einen deutlich schnelleren Bildaufbau ermöglicht. „ZONARE hat hier ein technologisch hoch interessantes Konzept entwickelt. Der äußerst schnelle Bildaufbau wird erreicht, indem nicht wie bisher nur einzelne Linien, sondern ganze Zonen abgetastet und deren Daten gespeichert werden“, so Dr. Bönhof. „Die intelligenten Abbildungsalgorithmen des Systems überzeugten uns auf Anhieb. Die Umsetzung der Signalstärken auf der einen Seite und der Bildpunkthelligkeiten auf der anderen Seite ist hier so gut gelungen, dass die relevanten Aspekte auf Anhieb sichtbar sind, selbst bei schwieri-gen Befunden“, so Dr. Bönhof weiter.

Die Schnelligkeit der Signalverarbeitung ist bei dem z.one nicht mehr wie bisher durch die Schallgeschwindigkeit limitiert, sondern lediglich von der Prozessorgeschwindigkeit ab-hängig. Und da das System rein softwarebasiert konzipiert ist, gibt es auch hardwareseitig keine Einschränkungen bei Erweiterungen oder Weiterentwicklungen. Dank eines neu entwickelten Chips, der die Rohdaten einer ganzen Zone speichern kann, können nicht zufrieden stellende Bilder auch im Nachhinein noch überarbeitet, also beispielsweise die wichtigsten Bildparameter optimiert oder die Helligkeit angepasst werden.

Hybrides System macht flexibel
Neben der Abbildungsleistung war die Mobilität des hybrid gestalteten Systems ein weite-rer wichtiger Aspekt für die Entscheidung. „Dass man heute so viel Leistung auf so wenig Raum mit so hoch integrierter Elektronik geboten bekommt, war für uns einfach äußerst interessant“, meint Bönhof. Die tragbare, sehr leichte Einheit (Scan Engine 2,5 kg) kann problemlos ab- und für Untersuchungen am Krankenbett mitgenommen werden, so dass kein schweres und sperriges Gerät mehr durchs Haus gefahren werden muss. Da sehr Patienten in Notfallsituationen untersucht werden müssen, ist dies ein sehr wichtiger As-pekt. Denn gerade wenn schon Apparate am Krankenbett vorhanden sind, ist für ein großes Standgerät kaum noch Platz. Nicht zuletzt ist die Mobilität aber auch aus wirtschaftli-cher Sicht für die Klinik relevant, da wegen kürzerer Transportzeiten mehr Untersuchungen möglich werden.

Triplex erstmals kein Problem
Insbesondere, wenn schnell gearbeitet werden muss, sieht Dr. Bönhof große Vorteile in der Tatsache, dass man bei Doppler-Untersuchungen im Triplex arbeiten kann, also B-Bild, Farb- und Spektral-Doppler gleichzeitig laufen lassen kann. „Bei konventionellen Technologien muss man in der Regel mit eingefrorenem B-Bild und Farbbild arbeiten. Das ist bei dem z.one aufgrund der kürzeren Aquisitions- bzw. Bildaufbauzeit nicht der Fall, so dass man rasch zu einem verwertbaren Ergebnis kommt“, erläutert Dr. Bönhof. „Man er-hält dadurch auch schon im ganz normalen B-Bild deutlich weniger Bewegungsartefakte. Ein Schlüsselerlebnis war sicher, dass man z.B. kleine lokale Leberläsionen sofort zuver-lässig darstellen kann.“ Sein Untersuchungsspektrum umfasst sämtliche Bauchorgane, Small Parts inklusive Lymphknoten, Nerven, Muskulatur sowie arterielle und venöse Blut-gefäße im Bauch, am Hals und an Armen und Beinen.

Schallleitungsgeschwindigkeit individuell anpassbar
Eine weitere Neuerung, mit der das z.one an der DKD beeindruckt hat, ist die Möglichkeit, die Schallleitungsgeschwindigkeit individuell an den Patienten anzupassen (Zone Speed Technology). Wie Dr. Bönhof ausführt, gibt es immer wieder zahlreiche Situationen, in denen die übliche Standardeinstellung (1.540 m/s) nicht „passt“ und Verzerrungen im Bild hervorruft. „Auf Knopfdruck passt das z.one die Schallleitungsgeschwindigkeit an den jeweiligen Patienten bzw. die Untersuchungsbedingungen an, so dass die Bilder sichtbar schärfer werden, vergleichbar dem Autofokus einer modernen Fotokamera. Die ermittelte Abweichung der Schallleitungsgeschwindigkeit wird bei den Bilddaten in Form eines Index (ZSI Zone Speed Index) angezeigt.“

Aufgrund der guten Erfahrungen mit dem z.one wurde in der DKD bereits in ein zweites ZONARE-Einheit investiert, das den Bettenstationen zugeordnet ist. „Positiv wirkt sich auch aus, dass die Gestaltung des Systems dem praktischen Arbeiten sehr entgegen-kommt. Es ist anwenderfreundlich und intuitiv bedienbar, so dass kaum Einarbeitungszeit nötig ist. Bei konventioneller Technik sind kleinere Geräte großen gegenüber unterlegen, dies ist aber beim z.one mit seiner neuartigen Technologie nicht der Fall“, so das Resü-mee von Dr. Bönhof.

Dr. Jörg A. Bönhof, DKD Wiesbaden, Fachbereich Bildgebende Verfahren