Das C-Peptid ist ein Marker der Insulin-Konzentration im Blutserum. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass Kaffee das C-Protein im Serum um bis zu 16 Prozent senken kann. Das galt sowohl für koffeinierten als auch entkoffeinierten Kaffee. Da liegt die Frage nahe, ob Kaffee gegen einen Diabetes mellitus schützen kann.

Genau dieser Frage haben sich nun Wissenschaftler der University of California San Diego in La Jolla, USA, gewidmet. Die Studie begann bereits im Jahre 1984 Seit damals verfolgte man 910 Erwachsene im Alter von über 50 Jahren bis in die Jahre 1992 bis 1996 hinein. Keiner der Probanden litt zu Beginn der Studie an einem Diabetes mellitus. Während der Nachuntersuchungszeit von durchschnittlich acht Jahren gaben die Probanden immer wieder an, wie viel Kaffee sie im Durchschnitt trinken.

Im Vergleich zu jenen Testpersonen, die niemals Kaffee tranken, hatten die ehemaligen Kaffeefans ein 62 Prozent geringeres Risiko, an einem Diabetes mellitus zu erkranken. Jene, die auch aktuell noch Kaffee tranken, senkten ihr Risiko sogar noch etwas stärker: um 68 Prozent nämlich. 317 Probanden zeigten zu Beginn der Studie eine eingeschränkte Glukosetoleranz. Auch bei ihnen senkte Kaffeekonsum das Risiko signifikant.

Erstaunlicherweise hatte die Zahl der getrunkenen Tassen Kaffee pro Tag keinerlei Einfluss auf das Ergebnis.

Leider gaben nur zwölf der Probanden an, grundsätzlich entkoffeinierten Kaffee zu trinken. Eine getrennte Auswertung nach koffeiniertem/entkoffeiniertem Kaffee war daher nicht möglich. Aus diesem Grund macht die vorliegende Studie keine Aussagen darüber, ob sich der protektive Effekt auf Kaffee mit und ohne Koffein gleichermaßen bezieht.

Die Studienleiter zeigen sich beeindruckt von diesem Ergebnis. Angesichts der Tatsache, dass die Menschen in den Industrieländern immer übergewichtiger werden und daher anfälliger für einen Diabetes mellitus müsse man die Menschen fast ermuntern, Kaffee zu trinken.

MEDICA.de; Quelle: Diabetes Care 2006, Vol. 29, S. 2385-2390