16.09.2005

Siemens AG Medical Solutions

Das Herz fest im Griff

Siemens Medical Solutions stellte mit dem Axiom Artis dBC Magnetic Navigation das weltweit erste biplane Kardiologiesystem mit digitaler Flachdetektor(FD)-Technologie und magnetischer Navigation von Herzkathetern vor. Auf zwei Ebenen vereint es erstmals die Vorteile der magnetgesteuerten Intervention mit der erprobten Technologie von Flachdetektoren. Eingriffe können mit diesem System einerseits schneller ausgeführt werden, andererseits erreicht man mit dem Katheter anatomische Regionen, die ohne die magnetische Steuerung nur schwer zugänglich wären. Die Flachdetektoren liefern dazu eine exzellente Bildqualität. Das System ist flexibel konzipiert. Braucht man bei einer Intervention die Magnete nicht, können sie zur Seite geschwenkt werden. Anwendungsschwerpunkte sind die Erwachsenen- und Kinderkardiologie sowie die Elektrophysiologie.

Das neue System basiert auf zwei Technologien, bei denen Siemens führend ist: der FD-Technologie und der magnetgesteuerten Navigation. Als erster Hersteller auf dem Markt, bietet Siemens mit dem Axiom Artis dBC ein biplanes FD-System in Kombination mit der magnetgesteuerten Navigation an. Weltweit sind bisher mehr als 100 biplane FD-Kardiologiesysteme von Siemens im Einsatz. Und bereits über 30 Siemens-Anlagen mit magnetischer Navigation helfen Patienten bei Indikationen, die vorher nur schwer oder gar nicht mit einem Kathetereingriff zu behandeln waren.

Verwendet werden dabei zwei computergesteuerte Dauermagnete der amerikanischen Firma Stereotaxis, die die magnetische Spitze der eigens für das System entwickelten Katheter und Führungsdrähte ausrichten. Dadurch kann der Katheter zielgenau gesteuert werden und hat eine höhere Präzision und bessere Beweglichkeit als bisherige Typen. Die daraus resultierenden Vorteile sind vielfältig: Die Behandlungsdauer verkürzt sich. Dies spart nicht nur Zeit, sondern schont vor allem den Patienten, der mit weniger Dosis und Kontrastmittel belastet wird. Die Biegsamkeit der Katheter reduziert außerdem das Komplikationsrisiko für den Patienten. Zudem werden die Einsatzgebiete erweitert, denn der Arzt kann den Katheter in anatomische Regionen navigieren, die mittels konventioneller Katheter bislang nicht oder nur sehr schwer erreichbar waren.

Diese Vorteile werden durch die Leistungsmerkmale des biplanen Systems ergänzt.
Die beiden Flachdetektoren wandeln die Daten direkt in Digitalbilder um, wodurch der Datenverlust in der Bildgebungskette minimiert wird. Dank der hohen Auflösung sind auch feinste Gefäßstrukturen und Stents genau sichtbar. Auch die dynamische Dichteoptimierung trägt zu einer verbesserten Bildqualität bei. Sie harmonisiert die Verteilung der Graustufen im Bild. Zusätzliche Informationen kann der Kardiologie über Ultraschall-, CT- oder MR-Bilder bekommen, denn bei Axiom Artis dBC können auf dem Multimodality-Display auch CT- oder MR-Aufnahmen betrachtet werden.

Für einen bestmöglichen Strahlenschutz hat Siemens mit C.A.R.E. (Combined Application to Reduce Exposure) ein Paket entwickelt, das Patienten und Untersucher gleichermaßen einbezieht. Neben den für die Produktfamilie Axiom Artis gängigen technischen Einrichtungen zur Strahlenreduzierung, wie beispielsweise die automatische Kupfervorfilterung, welche die Filterstärke an die Dichte der jeweiligen Körperregion des Patienten anpasst, kann auch der Einsatz gepulster Durchleuchtung zu einer weiteren Dosisreduzierung führen.

Axiom Artis dBC kann mit dem Registriersystem für Hämodynamik und Elektrophysiologie, Axiom Sensis, bestens kombiniert werden. Das Registriersystem lässt sich sogar bequem vom Untersuchungstisch aus unter sterilen Bedingungen bedienen.

Zu den ersten Einrichtungen, die das neue Siemens-System im klinischen Einsatz nutzen, zählen The Cleveland Clinic Foundation in Cleveland, Ohio, USA, und das Mother Frances Hospital im texanischen Tyler, ebenfalls USA.

Siemens Medical Solutions (Med) ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte und Komplettlösungen sowie für ein umfangreiches Angebot von Dienst- und Beratungsleistungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum über bildgebende Systeme für Diagnose und Therapie, die Elektromedizin und die Audiologie bis hin zu IT-Lösungen. Mithilfe dieser Lösungen ermöglicht Med seinen Kunden, sichtbare Ergebnisse sowohl im klinischen, als auch im administrativen Bereich zu erzielen – so genannte „Proven Outcomes“. Innovationen aus dem Hause Siemens optimieren Arbeitsabläufe in Kliniken und Praxen und führen zu mehr Effizienz in der Gesundheitsversorgung. Med beschäftigt weltweit rund 31 000 Mitarbeiter und ist in 120 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2004 (30. September) erzielte Med einen Umsatz von 7,07 Mrd. € sowie einen Auftragseingang von 8,12 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug 1,05 Mrd. €.

Weitere Informationen unter www.siemens.de/medical