07.07.2011

Siemens AG Healthcare Sector

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf ist grün

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) ist im Vergleich zu anderen deutschen Krankenhäusern sehr gut nachhaltig aufgestellt. Der "Green+ Check" von Siemens Healthcare wies für das UKE mit einem "Green+ Score" von 72 einen Spitzenwert aus. Eine durchschnittliche Bewertung in allen Teilbereichen entspräche einem Wert von 33. Der Green+ Check wurde eigens zur Nachhaltigkeitsprüfung in Krankenhäusern entwickelt und bietet als Management-Tool einerseits die Basis für Maßnahmen zur Verbesserung des Umweltschutzes, zur Betriebsoptimierung und Qualitätssteigerung. Andererseits macht das Analyse-Tool auch sichtbar, wo das Klinikum bereits in der ersten Liga spielt. Einbezogen werden Unternehmenskennzahlen und vor Ort erhobene Daten, die unter anderem in systematisierten Interviews erhoben werden.

Das Management-Tool Green+ Check von Siemens bestätigt, dass das UKE bereits über ein hervorragendes Kennzahlensystem zur Steuerung ökonomischer und qualitativer Ziele verfügt und sich durch eine hocheffiziente Leistungserbringung auszeichnet. Ein vollständig integriertes elektronisches Krankenhausinformationssystem ermöglicht dabei nicht nur einen papierlosen und sicheren Austausch von klinischen Informationen, sondern verbessert nachhaltig die Arbeitsprozesse und die Qualität der Patientenversorgung.
.Der Komfort, der den Patienten während ihres Aufenthalts geboten wird, ist auf hohem Niveau. So kann der Patient sein Essen täglich aus 20 verschiedenen Menüs auswählen.

Ökologischer Effekt des Catering-To-You-Konzepts: Es fallen über 50 Prozent weniger Essensreste als zuvor an. Im Rahmen des Green+ Check wird auch die Mitarbeiterzufriedenheit bewertet, die am UKE sehr positiv ausfiel. Das umfangreiche Angebot für die Mitarbeiter umfasst unter anderem einen Betriebskindergarten, eine Fahrradwerkstatt sowie ein integriertes Gesundheitsmanagement.

Potenzial für weitere Verbesserungen identifizierte der Green+ Check vor allem in Hinblick auf den Verbrauch von elektrischer Energie, der auf eine zunehmende Technisierung in Forschung, Lehre und Krankenversorgung am UKE zurückzuführen ist.
Bei der Nachhaltigkeit spielen nicht nur Umweltschutz-Kriterien eine Rolle. "Wir verfolgen eine Managementphilosophie, die die Sicherung des langfristigen medizinischen und wirtschaftlichen Erfolgs auf der Grundlage ökologisch ausgerichteten Wachstums sichert. Dabei kommt es vor allem auf einen bewussten Umgang mit wertvollen Ressourcen an", erklärte Professor Jörg F. Debatin, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKE. "Da Siemens mit seinem Green+ Hospital-Konzept ebenfalls diesen Ansatz verfolgt, können wir von einander profitieren."

"Unser Green+ Check ist wesentlich mehr als ein Umwelt-Check. Es ist ein Management-Tool, das dem Klinikmanagement ein klares Bild davon liefert, wo das Unternehmen im Vergleich zum Wettbewerb in puncto Umwelt, Qualität und Effizienz steht", sagte Wolfgang Bayer, Leiter Siemens Deutschland, Healthcare-Sektor.

Der Green+ Check ist Teil des Konzepts Green+ Hospitals, mit dem Siemens Kliniken dabei unterstützt, sich konsequent auf Nachhaltigkeit auszurichten, und zwar im Gleichklang von Umweltschutz, wirtschaftlicher Effizienz und bestmöglicher Qualität für den Patienten. Die Methodik setzt auf Kennzahlen, die mit Referenzwerten anderer Krankenhäuser sowie Benchmarks verglichen und anschließend gemäß ihrer Bedeutung für die Gesamtnachhaltigkeit gewichtet und zum Krankenhaus-Nachhaltigkeitsindex, dem Green+ Score, aggregiert werden.

Im Rahmen der detaillierten Analyse werden Informationen aus einem Fragebogen sowie Interviews und Erkenntnisse aus Gebäudebegehungen ausgewertet und die Ergebnisse gemäß der Green+ Hospitals-Dimensionen Umwelt, Effizienz und Qualität dargestellt. Zu den Qualitätsfaktoren gehören zum Beispiel die Versorgungsqualität der Patienten, Ausbildung der Mitarbeiter, Strategie und gesellschaftliches Engagement. Im Bereich Effizienz werden unter anderem Informations- und Kommunikationsinfrastruktur, Medizintechnik sowie Arbeitsabläufe untersucht. "Umwelt" umfasst vor allem Gebäudeinfrastruktur wie Energieversorgung, Beleuchtung, Abfall oder Wasserverbrauch, untersucht aber auch die Nachhaltigkeit der Lieferanten.