Das haben Wissenschaftler des Department of Medicine an der Cleveland Clinic Foundation in Ohio, USA, herausgefunden und die Ergebnisse kürzlich auf dem Jahreskongress des „American College of Cardiology (ACC)“ vorgestellt. Diese Meta-Analyse umfasste Daten von insgesamt 15.995 Patienten, die an einem akuten Koronarsyndrom erkrankt waren. Randomisiert erhielten sie entweder eine aggressive Statintherapie (8.037 Patienten) oder wurden konservativ therapiert.

Während des durchschnittlich 15-monatigen Nachbeobachtungszeitraums lag die Gesamtmortalität bei 3,1 Prozent in der Gruppe der Patienten, die mit dem Statin behandelt worden waren. Unter der konservativen Therapie lag die Gesamtmortalität dagegen bei 4,0 Prozent. Das entspricht einer Risikoreduktion von 25 Prozent. Ähnlich die Zahlen beim Blick auf die alleinige kardiovaskuläre Mortalität: Aggressive Statintherapie senkte die Mortalität um 22 Prozent im Vergleich zur konservativen Therapie.

In beiden Gruppen unterschieden sich die Zahlen eines Myokardinfarktrezidivs nicht signifikant voneinander (5,9 Prozent unter aggressiver Statintherapie versus 6,2 Prozent). Allerdings gab es einen deutlichen Trend zu weniger Insulten unter der Statintherapie (0,91 Prozent versus 1,2 Prozent). Auch eine instabile Angina pectoris trat unter der Statintherapie seltener auf als unter konservativer Therapie.

In Bezug auf die Gesamtmortalität bedeutet das: Man muss 111 Patienten behandeln, um ein Menschenleben zu retten. Nach Ansicht von Experten ist die frühzeitige, aggressive Statintherapie daher eine gute Option.

MEDICA.de; Quelle: American College of Cardiology 55th Annual Scientific Session Abstract 821-5