Sport ist gesund, das weiß inzwischen jeder. Wer sich regelmäßig körperlich bewegt, leidet seltener an Erkrankungen und lebt länger. Daher empfehlen US-amerikanische Fachgesellschaften, man solle sich so oft wie möglich mindestens 30 Minuten pro Tag sportlich betätigen. Relativ wenige Daten gibt es bislang aber darüber, wie sehr unterschiedliche Intensitäten sportlicher Aktivität das Leben tatsächlich verlängern.

US-amerikanische Wissenschaftler haben daher die prospektive „National Institutes of Health–American Association of Retired Persons (NIH-AARP) Diet and Health Study“ durchgeführt. 252.925 Erwachsene im Alter zwischen 50 und 71 Jahren nahmen daran teil. In einem Fragebogen gaben die Probanden an, wie stark sie sich bewegten oder sportlich betätigten.

Insgesamt 1.265.347 Personenjahre wurden während des Nachbeobachtungszeitraums “verlebt“. Dabei kam es zu 7.900 Todesfällen. Beim Abgleich der Todesfälle mit der früheren sportlichen Aktivität zeigte sich ein klarer Überlebensvorteil für die Sportler: Im Vergleich zu den Unsportlich hatten jene, die sich so oft wie möglich mindestens 30 Minuten am Tag bewegten, ein 27 Prozent geringeres Risiko, zu versterben. Jene, die drei Mal pro Woche mindestens 20 Minuten lang stark trainierten, hatten sogar ein 32 Prozent geringeres Mortalitätsrisiko.

Nun gab es auch noch Damen und Herren, für die beide Kriterien galten: So oft wie möglich moderate Bewegung und mindestens drei Mal pro Woche richtig auspowern: Ihr Mortalitätsrisiko sinkt um genau die Hälfte. Das galt ebenso für die Raucher wie die Nichtraucher unter den Sportlern, für die Normal- und die Übergewichtigen.

Kleiner Trost für all jene, die sich eher selten zum Sport aufraffen können: Auch weniger körperliche Bewegung als empfohlen senkt das Mortalitätsrisiko, wenn auch nicht so stark.

MEDICA.de; Quelle: Archives of Internal Medicine 2007, Vol. 167, S. 2453-2460