In den USA wird wie auch in Deutschland seit langem darüber diskutiert, ob Kinder mit gleichgeschlechtlichen Eltern Schäden in ihrer psychischen Entwicklung davon tragen. Immerhin werden in den USA nach seriösen Schätzungen zwischen einer und sechs Millionen Kinder von homosexuellen Eltern erzogen.

Eine neue Studie aus den USA gibt nun vorläufig Entwarnung: Wissenschaftler des "Tufts-New England Medical Center" in Boston, Massachusetts, USA, haben sich noch einmal die Daten von verschiedenen Studien zu diesem Thema angesehen. Insgesamt 260 Kinder im Alter zwischen drei und elf Jahren waren im Rahmen dieser Studien zwischen 1981 und 1994 psychologisch untersucht worden. Die Hälfte der Kinder wurde von Mann und Mutter erzogen, die andere Hälfte von zwei Frauen. In diesem Falle stammte das Kind von einer der Frauen und wurde nach der Scheidung in die homosexuelle, lesbische Beziehung mitgebracht. Auch die Kinder aus der Kontrollgruppe hatten Scheidungserfahrung.

In keiner einzigen Hinsicht waren die Kinder aus der homosexuellen Beziehung den Kindern aus der Vergleichsgruppe unterlegen: weder in Bezug auf Intelligenz, psychiatrische Erkrankungen, Selbstwertgefühl, Teamfähigkeit oder Beziehung zu den Eltern.

Unterschiede gab es in einer anderen Beziehung: Jene Kinder, die nach der Scheidung der Eltern mit zwei Frauen zusammen lebten, hatten mehr Kontakt zum leiblichen Vater als jene Kinder, deren Mutter nach der Scheidung wieder mit einem Mann zusammen lebte.

In einer weiteren Studie untersuchte man 37 Kinder von 27 geschiedenen lesbischen Müttern elf Jahre lang und verglich sie mit 37 Kindern geschiedener heterosexueller Mütter. Auch bei dieser Untersuchung wurden keinerlei Unterschiede in Bezug auf die psychische Entwicklung der Kinder erkennbar.

MEDICA.de; Quelle: American Academy of Pediatrics (AAP) National Conference and Exhibition Concurrent Seminar F340