Sie kompensiere so die Umsatzeinbrüche im Inland, die aus den Streichungen der Krankenkassenzuschüsse für Brillen und Kontaktlinsen zum Jahresbeginn 2004 resultierten und der Branche im vergangenen Jahr im Inland ein Umsatzminus von 20 % auf 1,55 Milliarden Euro beschert hatten. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Industrieverbands SPECTARIS am Mai hervor.

Insgesamt erwarte die deutsche augenoptische Industrie für das laufende Jahr 2005 einen Gesamtumsatz von knapp 3,3 Milliarden Euro. Die Exportquote der deutschen augenoptischen Industrie mit ihren 20.770 Beschäftigten liege bei knapp 50 %. Ihre Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen betragen gut 6 % vom Umsatz, so der Verband. Insgesamt gebe es in Deutschland 39,4 Millionen erwachsene Brillenträger und 2,4 Millionen Benutzer von Kontaktlinsen.

Nach wie vor wichtigste Zielregion deutscher Exporte augenoptischer Güter bleibe Westeuropa mit einem Anteil von über 70 % am Gesamtexport, so die Verlautbarung. Hier sorgten vor allem zweistellige Exportzuwächse bei Brillengläsern (+ 25 %) im vergangenen Jahr für ein insgesamt positives Ergebnis, während die Ausfuhr von Fassungen leicht rückläufig war (- 4 %).

Während bei den Exporten von Brillengläsern nach Osteuropa satte Zuwächse von 40 % erzielt werden konnten, sanken die Ausfuhren von Fassungen in diese Region um rund 18 %, so die Zahlenangaben von SPECTARIS. Eine ähnliche Tendenz werde auch für dieses Jahr prognostiziert.

Spannend bleibe für die deutsche augenoptische Industrie der Nahe und Mittlere Osten, so die SPECTARIS-Prognose. Hier konnten praktisch in allen Bereichen hohe, teilweise zweistellige Exportsteigerungsraten beobachtet werden. Eine Änderung dieser Tendenz sei noch nicht in Sicht. Dagegen bleibe der nordamerikanische Markt trotz eines positiven Ausfuhrergebnisses im Bereich Brillenfassungen eher schwierig, so die Experten.

MEDICA.de; Quelle: Industrieverband SPECTARIS