Deutsche Krebshilfe zieht Bilanz

Gemäß ihrem Motto „Helfen. Forschen. Informieren.“ hat die Deutsche Krebshilfe mit den ihr anvertrauten Zuwendungen aus der Bevölkerung im Geschäftsjahr 2010 zahlreiche neue Projekte auf allen Gebieten der Krebsbekämpfung unterstützt.

Die Einnahmen der Deutschen Krebshilfe lagen allein im Jahr 2010 bei insgesamt 89,6 Millionen Euro. Den größten Posten stellten die Erbschaften und Vermächtnisse mit 38,6 Millionen Euro dar. 23,1 Millionen Euro erhielt die Deutsche Krebshilfe aus Einzelspenden und Mitgliedsbeiträgen. Aus Veranstaltungen, Aktionen, Kondolenzspenden, Bußen und Jubiläen flossen ihr insgesamt sechs Millionen Euro zu. Die Organisation verzichtet bei ihrer Mittelakquise konsequent auf Spendenwerbung auf Provisionsbasis.

Um die Krebsmedizin bundesweit zu verbessern und auf ein Spitzen-Niveau zu bringen, fördert die Deutsche Krebshilfe bereits seit 2007 im Rahmen eines Schwerpunkt-Programms „Onkologische Spitzenzentren“. An den jetzt geförderten elf universitären Standorten werden in einem regionalen Netzwerk alle Tumorpatienten interdisziplinär versorgt und psychosozial begleitet, unter Einbeziehung des ambulanten Bereiches. Auch die Krebsforschung ist ein wesentliches Aufgabenfeld. Jedes Zentrum wird von der Deutschen Krebshilfe mit jeweils einer Million Euro pro Jahr für zunächst drei Jahre gefördert.

Auch die Forschung ist unerlässlich im Kampf gegen den Krebs. Die Deutsche Krebshilfe ist im Bereich Krebsforschung der größte private Drittmittelgeber. In Projekte der Grundlagenforschung, der klinischen Forschung und der Versorgungsforschung investierte die Organisation im Jahr 2010 insgesamt 35,3 Millionen Euro.

Darüber hinaus stellte sie für Kinderkrebs-Projekte 2,4 Millionen Euro bereit. 4,8 Millionen Euro flossen in den Härtefonds. Dieser Fonds kann von Menschen in Anspruch genommen werden, die durch eine Krebserkrankung in finanzielle Not geraten sind. Die Kosten für Verwaltung und Spendenakquisition lagen bei 10,4 Prozent.


MEDICA.de; Quelle: Deutsche Krebshilfe e. V.