Deutsche Röntgengesellschaft verleiht Prüfsiegel

Für die Weitergabe von Röntgenbildern an den Patienten oder an weiterbehandelnde Ärzte werden die Bilder oftmals auf CDs geschrieben, die "Patienten-CDs". Diese erlauben eine einfache und kostengünstige Weitergabe der Originalbilder in befundgeeigneter Qualität. In der Praxis verursachen Patienten-CDs beim Empfänger aber häufig Probleme, weil sich die Bilder nicht ohne weiteres einlesen und darstellen lassen. Die Ursachen dafür liegen einerseits darin, dass viele Arztpraxen und Kliniken organisatorisch nicht gut auf die Handhabung von Patienten-CDs vorbereitet sind, zum anderen werden die auf der CD abgelegten Informationen von den Herstellern von CD-Brennlösungen nicht immer einheitlich und fehlerfrei geschrieben.

Für den Aufbau von Patienten-CDs ist in erster Linie der DICOM- Standard ausschlaggebend. DICOM ist ein weltweit eingesetzter und umfassender Standard für die medizinische Bildgebung, der auch den Aufbau von CDs mit medizinischen Bildern detailliert regelt. Die Missachtung oder falsche Auslegung der dort niedergelegten Anforderungen führt oftmals zu Problemen beim Einlesen der Bilder von einer CD.

Die Deutsche Röntgengesellschaft hat in Zusammenarbeit mit dem OFFIS- Institut für Informatik eine Lösung für dieses Problem erarbeitet. Neben einem Leitfaden mit Empfehlungen für den richtigen Umgang mit Patienten-CDs wurde ein detaillierter Anforderungskatalog entwickelt, der auf der Basis des DICOM-Standards sowie der Empfehlungen der IHE-Initiative ("Integrating the Healthcare Enterprise") den genauen Aufbau von Patienten-CDs vorschreibt. Hersteller von Brennlösungen für Patienten- CDs, deren Produkte dem Anforderungskatalog der DRG entsprechen, können dies im Rahmen einer intensiven, unabhängigen Prüfung nachweisen und erhalten dann ein Testat der DRG.

MEDICA.de; Quelle: Deutsche Röntgengesellschaft e.V