NVS II ist zurzeit die größte epidemiologische Studie, um die Ernährungsgewohnheiten und den Lebensmittelverzehr in Deutschland zu untersuchen.

Zwischen November 2005 und Januar 2007 wurden bundesweit fast 20.000 Personen zwischen 14 und 80 Jahren zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt. Dabei erhoben die Wissenschaftler unter anderem Daten zum Ernährungswissen, Einkaufsverhalten und den Kochfertigkeiten. Des weiteren wurden Körpergröße und –gewicht, Angaben zur körperlichen Aktivität und weitere Lebensstilfaktoren ermittelt.

Unter anderem zeigt die neue Studie, dass in Deutschland 66,0 Prozent der Männer und 50,6 Prozent der Frauen übergewichtig sind, das heißt sie haben einen Body Mass Index von mehr als 25 kg/m2. Als adipös mit einem BMI von mehr als 30 kg/m2 gelten 20,5 Prozent der Männer und 21,2 Prozent der Frauen. Allerdings gibt es auch stark untergewichtige Menschen: 6,3 Prozent der 18- und 19-jährigen Frauen und 6,7 Prozent der gleichaltrigen Männer sind untergewichtig.

Die Studie zeigt auch einen klaren Zusammenhang mit der Schulbildung: Je höher der formale Schulabschluss, desto niedriger der BMI. Außerdem sinkt der BMI mit steigendem Pro-Kopf-Nettoeinkommen. Ledige Personen haben häufiger Normalgewicht als verheiratete, geschiedene oder verwitwete Personen. 28 Prozent der Deutschen nehmen Nahrungsergänzungsmittel ein, 31 Prozent der Frauen und 24 Prozent der Männer.

65 Prozent der Frauen und 29 Prozent der Männer sind ausschließlich für den Einkauf zuständig. Je mehr Personen im Haushalt leben, desto seltener kaufen die Männer ein. Zwei Drittel der Frauen und ein Drittel der Männer behaupten, sehr gut bis gut kochen zu können.

MEDICA.de; Quelle: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: Nationale Verzehrsstudie II