Wissenschaftler um Dr. Terry J. Rosenberg von der "Medical Health and Research Association of New York City", USA, haben die Daten von 329.988 Einzelgeburten analysiert. Basis waren die "New York City Birth Files" aus den Jahren 1999 bis 2001. Das Geburtsergebnis wurde mit verschiedenen Merkmalen der Mutter, wie bestimmte Krankheiten, Body Mass Index, und auch der ethnischen Zugehörigkeit verglichen.

Chronischer Diabetes mellitus wie auch Gestationsdiabetes sind demnach Risikofaktoren für eine primäre Sectio caesarea und für Frühgeburten. Die relative Risikoerhöhung für eine primäre Sectio caesarea liegt zwischen 1.23 bei Weißen und 2.86 bei Spanischstämmigen ("Hispanics").

Auch das Frühgeburtsrisiko bei Diabetes mellitus ist für verschiedene ethnische Gruppen unterschiedlich hoch. Asiaten, Hispanics und Weiße haben ein erhöhtes Risiko bei chronischem Diabetes mellitus. Die relativen Risiken betragen 2.28, 1.69 beziehungsweise 1.59. Schwarze Frauen dagegen erleiden nicht häufiger eine Frühgeburt, wenn sie an Diabetes mellitus erkrankt sind.

Sind die Frauen vor Eintritt der Schwangerschaft übergewichtig, so erhöht dies das Risiko für eine Präeklampsie in allen ethnischen Gruppen. Auch eine primäre Sectio caesarea kommt in dieser Gruppe häufiger vor.

Diabetes-Monitoring während der Schwangerschaft sei wichtig, um Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen zurückzudrängen, schreiben die Studienautoren. Nicht weniger wichtig sei aber eine bessere Gesundheitsaufklärung der Bevölkerung. Wenn es gelinge, das Gewicht der Frauen in den USA besser zu kontrollieren, könne man dadurch auch die Zahl der Fälle eines Diabetes mellitus vom Typ 2 senken und dadurch indirekt auch die Geburtskomplikationen minimieren.

MEDICA.de; Quelle: American Journal of Public Health 2005, Vol. 95, S. 1545-1551