Didgeridoo-Spielen attraktive Alternative

Dumpfe Töne erzeugen und die
Nacht ist gerettet
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Beim Didgeridoo-Lehrer Alex Suarez aus dem Zürcher Oberland funktionierte die Atmung im Schlaf nicht einwandfrei und er schlief schlecht. Nach mehrmonatigem Spielen des Blasinstrumentes der australischen Ureinwohner schnarchte er jedoch weniger und war tagsüber weniger müde.

Untersuchungen im Schlaflabor der Zürcher Höhenklinik Wald bestätigten, dass er ein früher diagnostiziertes obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom dank Didgeridoo spielen erfolgreich selber behandelt hatte. Ein Forschungsteam um Milo Puhan vom Horten Zentrum der Universität Zürich und Otto Brändli von der Zürcher Höhenklinik Wald führte darauf hin eine randomisierte, kontrollierte Studie durch. Sie untersuchten, ob sich das Didgeridoo spielen auf Folgeerscheinungen des obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms wie vermehrte Tagesmüdigkeit und Störung der Schlafpartner auswirke.

Die Forscher teilten 25 Patienten mit leichtem Schlafapnoe-Syndrom, die über störendes Schnarchen klagten, nach dem Zufallsprinzip entweder in eine Gruppe mit Didgeridoo spielen oder in eine Kontrollgruppe ein. Nach viermonatigem Spielen zeigten die Didgeridoo-Spieler eine signifikant geringere Tagesmüdigkeit als die Teilnehmer in der Kontrollgruppe. In den Schlafuntersuchungen zeigte sich auch objektiv eine Verminderung des Schweregrads des Schlafapnoe-Syndroms. Zusätzlich fühlten sich die Partnerinnen und Partner der Studienteilnehmer deutlich weniger in ihrem Schlaf gestört.

"Bei Patienten mit einem Schlafapnoe-Syndrom sind die Muskeln, welche die oberen Atemwege offen halten, schwächer ausgebildet. Beim Didgeridoo spielen wird genau diese Muskulatur dank der speziellen Atemtechnik stark beansprucht und trainiert", so Brändli.

Die Studie der Zürcher Forscher eröffnet neue Perspektiven in der Behandlung des Schnarchens. Sie zeigt, dass die oberen Atemwege mit einem intensiven Training besser offen gehalten werden können.

MEDICA.de; Quelle: Universität Zürich