Menschen verarbeiten Terroranschläge ganz unterschiedlich, schreibt die BMA. Einigen hilft es, so schnell wie möglich an den Arbeitsplatz und zu einem normalen Leben zurückzukehren. Wieder andere reagieren mit unterschiedlichsten Beschwerden wie Schlafstörungen, Angstzustände, Schuldgefühle und anderes. Solche Symptome treten häufig auf, sie sind normale Reaktionen auf ein unnormales Ereignis, schreibt die BMA einfühlsam.

Wie kann man sich selbst helfen? Die BMA rät dazu, mit jemandem über das Geschehen zu reden, sobald man sich dazu in der Lage fühlt. Wichtig sei, wieder zur Alltagsroutine zurückzufinden. Dabei ist es nach Ansicht der BMA hilfreich, Prioritäten zu setzen und nur eine Sache nach der anderen abzuarbeiten. Für absolut wichtige und weitreichende Entscheidungen sind die Wochen nach einem überlebten Terroranschlag nicht die rechte Zeit, meinen die Experten weiter. Helfen könne, sich bei Vertrauten Rat zu holen.

Ein eigener Absatz widmet sich jenen, die irgendwann wieder zur Arbeit zurück müssen. Ihnen könne es helfen, sich für den Weg zur oder von der Arbeit mit jemandem zusammen zu schließen. Die Stoßzeiten des Hauptverkehrs sollte man meiden, lieber früher oder später zur Arbeit gehen. Grundsätzlich sollten Arbeitnehmer, die Zeuge eines Terrorgeschehens wurden, die Nähe zu Kollegen suchen und Mittags- oder Kaffeepausen in Gesellschaft verbringen. Auch für Berufstätige der Rat: langsam angehen lassen! Wer glaube, innerhalb kürzester Zeit die angesammelte Arbeit wieder aufholen zu müssen, gefährde die psychische Erholung, so die Mediziner der BMA.

MEDICA.de; Quelle: British Medical Association: Coping with Trauma