15.03.2010

TRUMPF Medizin Systeme GmbH + Co. KG

Die Planung macht’s: TRUMPF veranstaltet Expertenforum zu Hybrid-OPs

Ditzingen, 15. März 2010 – „Die Automobilindustrie spricht von Hybrid. Wir auch. Denn die Klinik-Welt von heute dreht sich immer häufiger um Hybrid-OPs.“ Harald Völker, Vorsitzender des Geschäftsbereichs Medizintechnik der TRUMPF Gruppe, bringt einen der großen Trends der Krankenhausplanung auf den Punkt. Und genau über den „Hybrid-OP der Zukunft“ informierten sich mehr als 150 Krankenhausplaner und Architekten am 10. März 2010 bei einem Expertenforum im TRUMPF Stammhaus in Ditzingen.

Anlass für die Veranstaltung bei TRUMPF war, dass Planer und Architekten immer wieder großes Interesse an dem Thema haben. „Auf der MEDICA 2009 haben wir unseren Kunden eine exklusive Vortragsreihe zu diesem Thema auf dem Messestand angeboten,“ erklärt Gabriele Münch, Vertriebsleiterin Deutschland bei TRUMPF. „Die Veranstaltung war so erfolgreich, dass wir sie nun in Ditzingen in größerem Rahmen wiederholen.“

Hybrid-OPs sind kombinierte Operationssäle, die sowohl für aufwendige Diagnostik wie MRT oder CT als auch für offene Verfahren genutzt werden können. „Ob kombinierter Spezialeingriff, konventionelle OP oder auch reine Diagnose: Hybrid-OPs lassen sich vielseitig und von unterschiedlichen medizinischen Fachdisziplinen nutzen,“ so Christian Tebel, Leiter Professional Services von TRUMPF Medizin Systeme. „Der Knackpunkt ist die exakte Planung – und die Einbeziehung aller Beteiligten. Nur wer sich vorher genau damit auseinandersetzt, welche Anforderungen er hat, was später im OP gemacht werden soll, kann diesen optimal gestalten. Dann kann der Raum auch problemlos in die zentrale OP-Abteilung integriert werden. Und das unter Berücksichtigung sämtlicher Konzepte für Hygiene- und Arbeitsabläufe.“

Aus unterschiedlicher Perspektive ließen sechs Referenten aus Industrie und Kliniken die Architekten und Krankenhausplaner an ihren Erfahrungen und ihrem Wissen über Hybrid-OPs teilhaben:

Marcus Drews, Sales Director Surgery Europe bei Philips Healthcare, erläuterte die gesteigerten Anforderungen an die intraoperative Bildgebung durch neue, minimalinvasive Interventionsverfahren und stellte Hybrid-OP-Lösungen von Philips vor.

Auf die Planungsgrundlagen und zu berücksichtigende Ausstattungsaspekte von Hybrid-OPs ging Blerim Pruthi, Medizintechnikplaner bei der Siemens AG, ein.

Christian Tebel erklärte die fachübergreifende Nutzung von Hybridräumen zur prä-, intra- und postoperativen Bildgebung. Als einen wichtigen Punkt stellte er hierbei unterschiedliche Raum- und Personalkonzepte heraus. Die Voraussetzung für eine interdisziplinäre Nutzung des Hybrid-OPs sei ein universell einsetzbarer und flexibel gestaltbarer OP-Tisch.

Der Einsatz von MRTs und CTs im OP erhöhen die Strahlenschutzanforderungen und verändern damit die baulichen Bedingungen für Operationsräume. Diese standen im Mittelpunkt des Vortrags von Thomas Fritsch von der HT Labor+Hospitaltechnik AG.

Mit integrierter Magnetresonanztomographie und Neuronavigation ist die „BrainSUITE“ der Neurochirurgie am Bezirkskrankenhaus Günzburg der Universität Ulm eine Besonderheit. Für das OP-Team ist die Arbeit mit intraoperativer Diagnostik mittlerweile Routine – und fester Bestandteil im Alltag der Neurochirurgie. Davon berichtete Dr. Thomas Schmidt.

Bereits sieben Jahre Hybrid-OP-Erfahrung hat Dr. Bernd Kasprzak von der Klinik für Gefäßchirurgie des St. Franziskus-Hospital in Münster: „Die Einrichtung des Hybrid-OPs hat zu einer erheblichen Erweiterung des Behandlungsspektrums, Zunahme der externen Zuweisungen, Verbesserung der Behandlungsqualität und Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit geführt.“

Den Abschluss der Veranstaltung bildeten Firmenrundgänge bei denen die Besucher die Möglichkeit hatten TRUMPF näher kennen zu lernen. Dies nutzen die Gäste, denn viele kannten TRUMPF bisher nur über Medizintechnik-Produkte wie OP-Leuchten und OP-Tische. So erhielten sie einen kleinen Einblick in das TRUMPF Kerngeschäft der Werkzeugmaschinen zur Blechbearbeitung. Sie erfuhren dass die TRUMPF Gruppe zu den weltweit führenden und größten Unternehmen in der Fertigungstechnik zählt und in der industriellen Lasertechnik Weltmarktführer ist. Auch aufgrund der kontinuierlichen Optimierung von Prozessen in Entwicklung, Produktion und Verwaltung. So wie auch der Hybrid-OP eine Prozessoptimierung darstellt, die weltweit erfolgreich ist und noch erfolgreicher werden könnte.