Das haben Wissenschaftler aus Großbritannien und Schweden herausgefunden. An ihrer kleinen, aber kontrollierten Studie nahmen 20 gesunde Männer im Alter zwischen 21 und 44 Jahren teil. Alle atmeten mit Hilfe eines speziellen Mechanismus entweder gefilterte Luft ein oder Auspuffgase von Dieselmotoren mit einer Konzentration von 300 Mikrogramm Rußpartikeln pro Kubikmeter. Dies entspricht in etwa jener Konzentration, welcher man an einer viel befahrenen Straße ausgesetzt ist.

Zwei und sechs Stunden nach der jeweiligen Exposition wurden die Patienten labormedizinisch untersucht. Dabei interessierten sich die Mediziner vor allem für die hämatologischen Blutparameter. In beiden Messungen zeigte sich, dass die Parameter der Blutkoagulation bei jenen Probanden, die die Dieselabgase eingeatmet hatten, um 19 bis 24 Prozent über den Werten der Kontrollprobanden lagen, die gefilterte Luft eingeatmet hatten.

Außerdem scheint die Thrombozytenaktivität unter den Dieselabgasen zu steigen, was zu einer Verdickung des Blutes beitragen kann. Der Prozentsatz der Aggregate aus Thrombozyten und neutrophilen Granulozyten erhöhte sich von durchschnittlich 6,5 Prozent auf 9,2 Prozent, die der Aggregate aus Thrombozyten und Monozyten von 21 Prozent auf 25 Prozent.

Dies könnte frühere Befunde erklären, warum Menschen, die an viel befahrenen Straßen leben, ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko haben und verdeutlicht einen der Nachteile von Dieselmotoren: Sie sind zwar in vielerlei Hinsicht ökonomischer als andere Verbrennungsmotoren. Aber sie stoßen mehr schädliche Partikel aus.

Die Studienleiter vermuten, dass sich daher auch das Risiko von Herz- und Hirninfarkten erhöhen müsste. Dies kann die vorliegende, kleine Studie aber nicht beweisen.

MEDICA.de; Quelle: American Heart Association (AHA): Scientific Sessions 2007 Abstract NR07-1203 (SS07/Lucking)