Dies ist das erfreuliche Ergebnis einer prospektiven neunjährigen Teilstudie der großen „Framingham Heart Study“. 899 Probanden im Durchschnittsalter von 76 Jahren waren im Rahmen dieser Studie untersucht worden und hatten Fragebogen zu ihren Ernährungsgewohnheiten ausgefüllt sowie ihre DHA-Spiegel bestimmen lassen. Keiner der Probanden zeigte zu Beginn der Studie Anzeichen einer Demenz. Während des Nachbeobachtungszeitraums wurden die Probanden alle zwei Jahre mit dem Mini Mental State Exam (MMSE) auf Anzeichen einer Demenz untersucht. Jene Teilnehmer, die sich zwischen zwei MMSE-Tests mehr als drei Punkte verschlechterten, wurden zudem neurologisch getestet.

99 von 899 Probanden erkrankten im Laufe der neun Jahre an einer Demenz, 71 von ihnen an einer Demenz vom Alzheimer-Typ. Nachdem man verschiedene Störfaktoren wie Alter, Bildung, Geschlecht, Plasma-Homozysteinspiegel und anderes herausgerechnet hatte, teilte man die Probanden gemäß ihres DHA-Wertes in Quartilen ein. Jene Probanden, deren DHA-Wert in der obersten Quartile angesiedelt war, hatten ein 47 Prozent geringeres Risiko, an einer Demenz zu erkranken als Probanden mit einem DHA-Wert in der untersten Quartile. In Bezug auf die Alzheimer-Demenz beträgt die Risikoreduktion 39 Prozent.

Als man die DHA-Blutwerte mit den Fragebögen zum Ernährungsverhalten verglich, zeigte sich sehr bald, woher die hohen DHA-Werte kamen: Jene, deren DHA-Wert tatsächlich hoch war, hatten im Durchschnitt mindestens drei Portionen Fisch pro Woche gegessen. Dies entspricht einer Aufnahme von durchschnittlich 0.18 Gramm DHA pro Tag.

Natürlich stellt sich sofort die Frage nach dem Wert von Nahrungsergänzungsmitteln mit DHA. Weitere Studien sollen jetzt diese Frage klären und auch mit dem Thema beschäftigen, ob man eine beginnende Demenz mit DHA stoppen oder vielleicht sogar rückgängig machen kann.

MEDICA.de; Quelle: Archives of Neurology 2006, Vol. 63, S. 1545-1550