Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wurde Helma für seine Arbeit in der Entwicklung, Validierung und Veröffentlichung des Computerprogramms "lazar" ("lazy structure-activity relationship") zur Vorhersage krebserregender Wirkungen von Chemikalien verliehen. Das Programm kann eine unbekannte Verbindung auf krebserregende Inhaltsstoffe überprüfen und feststellen, welche Teile der chemischen Struktur für die Krebsauslösung wichtig sind. Durch die Genauigkeit der datenbasierten Vorhersagen werden zahlreiche Tierversuche überflüssig. Noch enden jährlich 200.000 Tiere in deutschen Versuchslaboren. Helma entwickelte "lazar" zunächst am Institut für Informatik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, an dem er von 1999 bis 2005 arbeitete und danach im Rahmen der Universitätausgründung "in silico toxicology".

Der Wissenschaftspreis der Ärzte gegen Tierversuche e.V. wurde 2006 erstmalig für tierversuchsfreie Krebsforschung vergeben. Gefördert werden In-vitro-Arbeiten, die ohne die Verwendung von tierischem Material durchgeführt werden, sowie epidemiologische und klinische Studien. Ausgeschrieben wird der Preis für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten aus diesen Bereichen.


MEDICA.de; Quelle: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg