"Das ist ein sehr gutes Ergebnis. Die Gesundheitsreform wirkt. Sie entfaltet Schritt für Schritt ihre Wirkung", kommentierte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt.

Im vergangenen Jahr haben Krankenkassen mit rund 28 Millionen Versicherten bereits ihre Beitragssätze gesenkt, dazu kamen Anfang 2005 noch Senkungen für weitere rund 3,5 Millionen Versicherte.

Angesichts des deutlichen Überschusses wiederholt die Ministerin ihren Appell an die Krankenkassen, weitere Beitragssatzsenkungen folgen zu lassen. "Umso mehr sind die Kassen jetzt in der Pflicht, alle Spielräume für Beitragsatzsenkungen zu nutzen und diese Entlastung nicht auf die lange Bank zu schieben", so Schmidt:

In diesem Zusammenhang erinnerte die Ministerin daran, dass durch den Überschuss des vergangenen Jahres die bis Ende 2003 aufgelaufene Verschuldung bereits zu einem erheblichen Teil abgebaut werden konnte. Der Gesetzgeber hatte mit dem GKV-Modernisierungsgesetz einen Schuldenabbau in vier Jahresschritten bis Ende 2007 vorgegeben. Jetzt wird deutlich, dass viele Krankenkassen die Schulden bereits im Jahr 2004 weit über den erforderlichen Umfang hinaus abgebaut haben.

Sowohl die Ausgaben für ärztliche und zahnärztliche Behandlung als auch für ärztlich verordnete Leistungen verzeichneten in 2004 im Vergleich zum Vorjahr weiterhin erhebliche Rückgänge. Deutliche Minusraten gab es insbesondere bei Arzneimitteln, Hilfsmitteln und Fahrkosten, also in den Leistungsbereichen, die in den vergangenen Jahren durch hohe Zuwachsraten entscheidenden Anteil an den Defizitproblemen der Krankenkassen hatten.

Auf der anderen Seite haben die Kassen Zuwachsraten bei Ausgaben für Früherkennungsmaßnahmen und Präventionsleisten. Der Zuwachs bei den Ausgaben für soziale Dienste und Prävention ist insbesondere auf hohe Veränderungsraten bei Primärprävention, bei der Selbsthilfeförderung sowie bei Schutzimpfungen zurückzuführen.

MEDICA.de; Quelle: Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung