Dr. Eckhard Bärlehner, Chefarzt der Chirurgischen Klinik des HELIOS Klinikums Berlin-Buch, ist einer der wenigen Chirurgen, der diese neue OP-Methode anwendet. Über zwei Schnitte von fünf Millimetern am Rand der Brustwarzen verschafft sich der Chirurg einen Zugang und schiebt OP-Instrumente sowie eine Mini-Videokamera unter der Haut bis zur Schilddrüse vor. Einen dritten Zugang verschafft sich Dr. Bärlehner unter der rechten Achselhöhle.

Die fünf Millimeter kleine Videokamera überträgt ein 12- bis 15-fach vergrößertes Bild auf einen Monitor. Auf diese Weise erhält der Chirurg, der die Instrumente von außen bedient und operiert, ein übersichtliches Operationsfeld. Durch ein besonderes Sicherungssystem werden die sensiblen Stimmbandnerven vor Verletzungen geschützt.

Gut vier Stunden dauert der Eingriff, nach vier Tagen kann der Patient wieder entlassen werden. Die kleinen Narben an der Brustwarze sind zwei Wochen nach dem Eingriff kaum noch zu erkennen.

Dr. Bärlehner gilt als einer der führenden "Schlüsselloch"-Chirurgen in Deutschland. Er führt Eingriffe an Magen, Darm, Gallenblase, Leisten- oder Bauchwandhernie, Milz- und Nebennieren minimalinvasiv durch.

In Deutschland haben 15 Millionen Menschen Probleme mit der Schilddrüse. Wenn Medikamente nicht mehr helfen, müssen die Probleme operativ beseitigt werden. In Deutschland werden jährlich 100.000 Schilddrüsenoperationen durchgeführt, vier Fünftel der Betroffenen sind Frauen.

MEDICA.de; Quelle: Helios Research Center GmbH