Die Menschen in den Industrienationen werden immer dicker. Deshalb ist bereits eine Vielzahl von Diäten entworfen und auf den Markt gebracht worden. Ob eine Diät nun auf die Reduktion von Kalorien abzielt, eine Reduktion des Kohlenhydratanteils in der Nahrung oder eine Verbesserung glykämischer Parameter - die Langzeiterfolge der meisten Diäten sind weitgehend unbekannt.

Dr. Michael L. Dansinger von der "Division of Endocrinology, Diabetes, and Metabolism" in Boston, Massachusetts, USA, hat nun mit Kollegen untersucht, welche Einflüsse bei vier verschiedenen in den USA sehr populären Diättypen den Langzeiterfolg in Bezug auf eine dauerhafte Gewichtsreduktion beeinflussen. 160 übergewichtige Personen nahmen an dieser Studie teil. Randomisiert wurden sie der Atkins-Diät (Kohlenhydrat- ohne Fettreduktion), Zone-Diät (Beeinflussung der Makronährstoff-Balance und glykämischer Parameter), Ornish-Diät (Fettreduktion) und Weight-Watchers-Diät (Reduktion der Kalorienaufnahme) zugeteilt.

Ein Jahr nach Studienbeginn waren noch 53 Prozent dabei (Atkins) beziehungsweise 65 Prozent (Zone), 65 Prozent (Weight Watchers) und 50 Prozent (Ornish). Der durchschnittliche Gewichtsverlust lag bei 2,1 kg (Atkins-Diät, p gleich 0.009), 3,2 kg (Zone-Diät, p gleich 0.002), 3,0 kg (Weight Watchers, p kleiner 0.001) und 3,3 kg (Ornish-Diät, p gleich 0.007).

Am größten war der Effekt bei jenen Studienteilnehmern, die ein Jahr lang durchgehalten hatten. In jeder Gruppe freuten sich ungefähr 25 Prozent der Studienteilnehmer über einen Gewichtsverlust von mindestens fünf Prozent des Körpergewichts und jeder Zehnte verlor mehr als zehn Prozent an Gewicht.

Die Probanden nahmen um so mehr ab, je genauer sie sich an die Diätanweisungen hielten (r gleich 0.6, p kleiner 0.001). Der Zusammenhang mit dem jeweiligen Diättyp war dagegen nicht signifikant.

MEDICA.de; Quelle: Journal of the American Medical Association 2005, Vol. 293, S. 43-53