Durchs Schlüsselloch an die Wirbelsäule

Den Lendenwirbeln nähern sich die
Chirurgen jetzt auch endoskopisch
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Seit Anfang des Jahres setzen die Düsseldorfer Neurochirurgen mit guten Erfahrungen dieses in Deutschland bisher wenig verbreitete Verfahren ein.

Um an den Ort des Geschehens zu gelangen, musste sich der Operateur bisher durch das Muskelgewebe des Rückens Zugang zum Wirbelkörper verschaffen. Dort war es außerdem nötig, Knochengewebe abzutragen, um herausgebrochene Bandscheibenanteile entfernen zu können.

Der Zugang zum Operationsfeld mit den speziell für die endoskopische Bandscheibenchirurgie entwickelten Instrumenten ist nur etwa fünf Millimeter groß. Muskelgewebe und Knochen werden geschont. Vorteile für die Patienten sind weniger postoperative Schmerzen, eine schnellere Heilung und eine kürzere Aufenthaltsdauer im Krankenhaus. Die endoskopische Technik stellt eine sinnvolle Ergänzung zu der etablierten mikrochirurgischen Operationsmethode dar.

Im Rahmen eines in der Düsseldorfer Neurochirurgie gemeinsam mit der Neurochirurgie des Ludmillenstift Meppen veranstalteten Symposiums zum Thema "Endoskopische Wirbelsäulenchirurgie" wurde das Verfahren Ärzten aus dem ganzen Bundesgebiet jetzt vorgestellt.

MEDICA.de; Quelle: Universitätsklinik Düsseldorf