Das zeigen Ergebnisse der CESAR-Studie, die jetzt auf dem 37. Jahreskongress der „Society of Critical Care Medicine“ vorgestellt wurden.

Die Studie lief von Juli 2001 bis August 2006. Die Probanden kamen von verschiedenen ECMO-Centern in Großbritannien. Es nahmen Patienten mit einem schweren, aber potentiell reversiblen respiratorischen Versagen teil. Alle hatten einen Murray-Score von mindestens 3,0 oder eine nicht kompensierte Hyperkapnie mit einem pH von weniger als 7,2.

Bei allen Patienten wurde mit Hilfe der ECMO das Blut extrakorporal oxygeniert. Dabei leitete man das Blut venös ab und reicherte es außerhalb des Körpers mit Sauerstoff an, bevor es wieder in den Körper geleitet wurde.

Die Hälfte der 180 Patienten wurde konventionell behandelt, wie es Standard in Großbritannien ist. Die anderen 90 Probanden erhielten ECMO.

57 von 90 Patienten, die mit ECMO behandelt worden waren, lebten nach sechs Monaten noch oder waren zumindest nicht schwer behindert. In der konventionell behandelten Gruppe galt dies nur für 41 Patienten. Daraus errechnet sich ein relatives Mortalitätsrisiko von 0,69 in der ECMO-Gruppe im Vergleich zu der Gruppe der konservativ behandelten Patienten (p gleich 0.03).

Wenn die Patienten innerhalb der ersten sechs Monate nach Beginn der Therapie starben, dann in der konventionellen Gruppe schneller als in der anderen: durchschnittlich fünf Tage Überlebenszeit versus durchschnittlich 15 Tage. Allerdings erlitten etwa gleich viel Patienten in beiden Gruppen ein Multiorganversagen, das mindestens drei Organe betraf. Der Vorteil der ECMO war auch dann noch statistisch signifikant, als man verschiedene Variablen wie Alter und Primärdiagnose heraus rechnete.

MEDICA.de; Quelle: Society of Critical Care Medicine 37th Critical Care Congress Late-breaking session