19/11/2009

TRUMPF Medizin Systeme GmbH + Co. KG

Eine Frage der Integrationsfähigkeit

IRDC in Leipzig
Intelligente Assistenzsysteme unterstützen nicht nur Piloten, Autofahrer oder Maschinenführer. Längst hält diese Technologie auch im OP Einzug. Das International Reference and Development Centre for Surgical Technology (IRDC) in Leipzig hat sich gemeinsam mit Partnern wie dem Universitätsklinikum Leipzig und hochqualifizierten Chirurgen aus aller Welt der Weiterentwicklung von vernetzten OP-Lösungen verschrieben. Entscheidender Erfolgsfaktor: Medizintechnik-Lösungen, die sich in das vernetzte System integrieren lassen.

Das IRDC, ein in Deutschland einmaliges Forschungs- und Trainingszentrum für Chirurgie, öffnete im September 2009 seine Pforten. In den beiden neu eingerichteten Hightech-OP-Sälen ist das TRUMPF OP-Tischsystem JUPITER Teil einer Gesamtlösung, die ein Musterbeispiel für eine OP-Einheit der Zukunft darstellt. Hier funktionieren sämtliche Elemente als zentrale Einheit über das Steuerungssystem "OR1" der Firma Karl Storz: von der Endoskopietechnik über Monitoreinstellungen bis hin zur Telemedizin. Auch der OP-Tisch lässt sich zentral steuern: Dazu wird die Maske der OP-Tisch-Fernbedienung auf einen Monitor geladen, Ärzte und Pflegepersonal können so einfach und übersichtlich per Touchscreen den OP-Tisch in die gewünschte Position bewegen.

"Wir bauen den chirurgrischen Arbeitsplatz neu und optimieren den gesamten OP-Ablauf", erklärt Dr. Gero Strauß, HNO-Chirurg und Direktor des IRDC. "Ganz entscheidend ist hierbei für uns ein guter und variabler OP-Tisch, den wir über die zentrale Steuereinheit einfach und exakt positionieren können."

Zukunftsweisende Assistenzsysteme, die neue Formen minimal-invasiver Eingriffe ermöglichen, stellen auch neue Anforderungen an OP-Tische. "Neben Navigationssystemen, die uns Chirurgen bei Eingriffen unterstützen, ist die kontrollierte Instrumentenführung ein zentrales Thema", erklärt Dr. Strauß. Hier nimmt der OP-Tisch eine Schlüsselrolle ein: Er müsse in der Lage sein, so Strauß, Mikro¬manipulatoren, die solche Instrumente halten und führen sowie Manipulatoren für Endoskope nicht nur aufzunehmen, sondern auch mit ihnen zu kommunizieren. "Der Tisch muss der jeweiligen Navigationsposition exakt folgen können", so der IRDC-Direktor. "TRUMPF ist hier unser perfekter Partner für die Lagerungstechnik. Denn die technische Intelligenz der Geräte und die Offenlegung von Schnittstellen, die uns TRUMPF bietet, ermöglicht erst solche Entwicklungen."

Im ersten Schritt beschäftigt sich das IRDC vor allem mit der HNO-Chirurgie. "Fortschritte verzeichnen wir beispielsweise bereits in der transnasalen Chirurgie", berichtet Gero Strauß, "Die Steuerung über Navigationssysteme ermöglicht uns, über die Nase bis ins Gehirn hinein zu operieren – ohne große Zugänge über den Kopf. Auch bei der Tumorchirurgie, etwa im Kehlkopf-Bereich, können wir so noch präziser arbeiten."

Die nächsten Vorhaben für neue Wege in der minimal-invasiven Chirurgie: orthopädische Sportmedizin, Kinderchirurgie und Urologie. "Unser Ziel ist es, halbjährlich neue Entwicklungsschritte zu präsentieren", sagt Strauß. "Bereits im Januar 2010 findet ein großer chirurgischer Kurs zu Assistenzsystemen statt – gemeinsam mit TRUMPF und weiteren Partnern, die den medizinischen Fortschritt mit uns weiter vorantreiben."