In einer multinationalen, dreijährigen, randomisierten und placebokontrollierten Doppelblindstudie namens HORIZON-PFT wurde die Wirksamkeit einer einmal jährlichen, 15 minütigen Infusion von 5 Milligramm Zoledronsäure geprüft in Bezug auf die Senkung des Frakturrisikos. 7736 postmenopausalen Frauen zwischen 65 und 89 Jahren nahmen daran teil.

Die Behandlung senkte das relative Risiko, morphometrische Wirbelkörperfrakturen zu erleiden, um 70 Prozent versus Placebo, (3,8 Prozent versus 12,8 Prozent). Das Risiko, Hüftfrakturen zu erleiden, sank um 41 Prozent (1,4 Prozent versus 2,5 Prozent). Die sekundären Endpunkte – periphere, klinische Wirbelkörper- und alle klinischen Frakturen – wurden signifikant um 25 Prozent, 77 Prozent beziehungsweise 33 Prozent gesenkt (alle p kleiner 0,0001). Die Knochendichte erhöhte sich signifikant unter Zoledronsäure versus Placebo am Gesamtfemur (6,0 Prozent), der Lendenwirbelsäule (6,9 Prozent) und am Schenkelhals (5,0 Prozent, p kleiner 0,0001).

Transiente Anstiege von Serumkreatinin über 0,5 mg/dl im Vergleich zum Ausgangswert waren zwar bei einem kleinen Teil der Patienten in der Zoledronsäure-Gruppe zu beobachten, hatten jedoch keine nachweisbare kumulative Auswirkung auf die Nierenfunktion. Bei 2,3 Prozent der Patienten wurde eine Hypokalzämie (Serumcalcium unter 2,075 mmol/l) beobachtet. So gut wie alle Ereignisse traten nach der ersten Infusion von Zoledronsäure auf und waren asymptomatisch und transient.

Innerhalb von drei Tagen nach der Infusion auftretende unerwünschte Ereignisse waren nach der Erstinfusion häufiger (44,7 Prozent Zoledronsäure versus 14,7 Prozent unter Placebo), nahmen aber bei den folgenden Infusionen merklich ab. Unter Zoledronsäure trat gegenüber Placebo häufiger Vorhofflimmern als schweres unerwünschtes Ereignis auf (1,3 Prozent versus 0,5 Prozent).

MEDICA.de; Quelle: 113. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)