Einladungsschreiben überarbeitet

Die Kooperationsgemeinschaft Mammographie hat in Zusammenarbeit mit dem Psychologischen Institut der Universität Köln eine Mustereinladung entwickelt. Der Brief wurde im Rahmen einer qualitativen Studie auf seine Verständlichkeit und Akzeptanz bei den Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren getestet und angepasst.

Mit dem Mammographie-Screening wurde in Deutschland erstmals ein schriftliches Einladesystem für eine Früherkennungsuntersuchung eingeführt. 13 sogenannte Zentrale Stellen sind für das Einladungswesen zuständig und versenden die persönlichen Anschreiben an die Frauen mit einem Terminvorschlag zur Mammographie-Untersuchung.

"Das Anschreiben ist häufig der erste Kontakt für die Frauen mit dem Mammographie-Screening-Programm. Der Brief spielt daher eine wichtige Rolle bei der Entscheidung der Frau, sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen oder nicht", sagt Jan Sebastian Graebe-Adelssen, Geschäftsführer der Kooperationsgemeinschaft Mammographie.

Im Rahmen der Studie wurde das Einladungsschreiben 30 Frauen aus der Altersgruppe zwischen 50 und 69 Jahren präsentiert, die noch nicht zum Screening eingeladen worden waren. Anschließend wurden sie in problemzentrierten Interviews nach einzelnen Aspekten des Schreibens befragt.

Die Analyse zeige deutlich, dass das Screening-Programm ein neuer, noch nicht überall bekannter Baustein in der medizinischen Versorgung sei, stellt Studienleiterin Bettina Fromm von der Universität Köln fest. "Das Mammographie-Screening-Programm muss noch gelernt werden", so Fromm. Viele Frauen hätten keine Vorstellung, was der Begriff "Screening" bedeute. Daher sei es wichtig, das Programm und seine einzelnen Elemente genau zu erklären. Abgesehen von dem Einladungsschreiben sei die Motivation am Programm teilzunehmen, auch wesentlich abhängig vom generellen Gesundheitsbewusstsein der einzelnen Frau, berichtet Fromm.

MEDICA.de; Quelle: Kooperationsgemeinschaft Mammographie