Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit bestärkt

Foto: Knochenzellen

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Gesunde Knochen erneuern sich, indem sie mit Hilfe von Vitamin D fortwährend Kalzium und Phosphat aufnehmen. Fehlt das Vitamin D, werden die Knochen brüchig. Oft geschieht dies im Alter, wenn die Fähigkeit der Haut nachlässt, mit der Energie des Sonnenlichts Vitamin D zu produzieren. Deshalb sind drei Viertel aller Knochenbrüche bei Personen über 65 Jahren zu verzeichnen. In Europa nimmt diese Altersklasse stark zu, bis 2050 ist daher mit einer Verdoppelung von Hüftbrüchen zu rechnen.

Bischoff-Ferrari und Kollegen vom Universitätsspital Zürich und Stadtspital Waid haben sich mit den Originaldaten von etwas mehr als 30 000 betagten Personen befasst, die an elf verschiedenen klinischen Studien zur Vitamin D Supplementation teilgenommen hatten. Erstmals berücksichtigten sie dabei, dass einige Personen weniger Vitamin-D-Tropfen schluckten als vorgesehen, andere aber auch außerhalb der Studie zusätzliches Vitamin D zu sich nahmen.

So belegten die Forschenden eine bisher umstrittene Dosis-Wirkungs-Beziehung: Nur wenn Vitamin D tatsächlich in ausreichender Menge eingenommen wird, entfaltet es seine schützende Wirkung. Das Hüftbruchrisiko verminderte sich um dreißig Prozent bei denjenigen Personen, die mindestens 800 internationale Einheiten (IE) Vitamin D pro Tag zu sich nahmen.

Von dieser Dosierung profitieren sowohl gebrechliche als auch gesunde, noch zu Hause lebende Senioren. „Unsere Studie bildet die im Moment wichtigste Evidenzbasis, um die vom Bundesamt für Gesundheit empfohlene höhere Dosierung bei älteren Personen zu bekräftigen“, sagt Bischoff-Ferrari.

MEDICA.de; Quelle: Schweizerischer Nationalfonds zur Foerderung der wissenschaftlichen Forschung