Das sagte Dr. Shunichiro Miyoshi von der Keio University School of Medicine, Tokio, auf dem 55. Jahreskongress des "American College of Cardiology" (ACC). Seine Arbeitsgruppe sammelte Menstruationsblut von sechs Frauen und gewann daraus Endometrium-Stammzellen. Aus einer einzigen Blutzelle konnten so 30 Millionen Stammzellen gewonnen werden. Blutzellen aus dem Rückenmark dagegen dienen nur etwa einer Million Stammzellen als Grundlage.

Die aus dem Menstruationsblut gewonnenen Stammzellen exprimierten eine hohe Anzahl von Genen, die herzspezifisch sind. Nach fünf Tagen kontrahierte sich die Hälfte der Stammzellen rhythmisch, spontan und synchron. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass es eine elektrische Kommunikation zwischen den Zellen gegeben haben müsse.

Als die Studienleiter das Membranpotential maßen, stellten sie fest, dass das Potential ausreichen würde, um Schrittmacherfunktionen am Herzen auszuüben.

MEDICA.de; Quelle: American College of Cardiology 55th Annual Scientific Session