Erkrankungen schonend diagnostizieren

Foto: Zwei Herz-Bilder

Dreidimensionale Darstellung der
Funktionsanalyse der linken Herz-
kammer mit der CT;© Charité
Berlin

Die Arbeitsgruppe um Doktor Marc Dewey hat alle verfügbaren bildgebenden Methoden zur Untersuchung der Herzfunktion in ihre Studie einbezogen: die Magnetresonanztomografie (MRT) als Referenzstandard, die 2D- und die 3D-Echokardiografie, die Herzkatheter-Untersuchung und die Computertomografie (CT).

Bei der CT wird aus einer Vielzahl von aus verschiedenen Richtungen aufgenommenen Röntgenbildern nicht-invasiv ein dreidimensionales Bild zusammengesetzt. Die CT erbrachte die zuverlässigsten Daten bei der Einschätzung der globalen Pumpfunktion. Für die Erkennung von regionalen Bewegungsstörungen war die Computertomografie genau so gut wie die anderen Methoden im Vergleich zur MRT.

Darüber hinaus erlaubt die moderne Computertomografie eine deutlich verbesserte Darstellung von verengten Herzkranzgefäßen bei reduzierter Strahlenexposition. „Die Möglichkeit, das Herz mit der CT umfassend und zuverlässig einschätzen zu können, birgt ein enormes Potenzial“, betont Johannes Greupner. Bei bestimmten Schmerzen im Brustkorb könnte die Computertomografie deshalb zu einem geeigneten nicht-invasiven bildgebenden Verfahren werden. Im Gegensatz zur MRT können mit der CT außerdem auch Patienten mit Herzschrittmachern problemlos untersucht werden.

MEDICA.de; Quelle: Charité-Universitätsmedizin Berlin